Mittwoch, Oktober 14, 2009

Popo-Blocker

Wenn meine Eltern zu Besuch sind, sitzt mein Vater früher oder später garantiert an meinem PC oder dem meines Freundes und surft im Internet.

Lustigerweise schafft er es immer wieder Fehlermeldungen zu produzieren, von denen ich in all meinen PC-Erfahrungs-Jahren noch nie etwas gehört habe.

Fragt er mich doch vorhin: "Popo-Blocker ist aktiv" ist doch ok, oder?"
Zunächst dachte ich, er wäre (versehentlich natürlich ;-) ) auf irgendwelchen Pornoseiten gelandet, bis ich mir die Browsermeldung selbst anschaute: "Pop-Up Blocker ist aktiv".

Sonntag, Oktober 11, 2009

Schlange stehen

Die ersten sind schon anderthalb Stunden vor Veranstaltungsbeginn da und stellen sich brav vor die noch verschlossenen Türen. Mit etwas Glück haben diejenigen sogar noch einen Parkplatz in weniger als 500 Meter Entfernung ergattert. Solidarisch wird eine Thermoskanne mit Kaffee herumgereicht. Wohl dem, der eine Tasse dabei hat. Mit der Zeit wird die Warteschlange immer länger, einige haben sich sogar mit den obligatorischen Klappstühlen strategisch positioniert. Argwöhnisch wird die Konkurrenz-Warteschlange am hinteren Eingang beobachtet, ob dort nicht womöglich die Pforten drei Sekunden früher geöffnet werden. Dann endlich erscheint der Mann, auf den alle so lange gewartet haben. Er schaut wichtigtuerisch auf die Uhr und macht den Wartenden per Zeichensprache deutlich, man solle doch bitte etwa 2 Meter nach hinten zurücktreten. Macht natürlich keiner. Wäre ja schade um den sauer verdienten Platz in der Pole Position. Dann endlich öffnet der Mann die Tür, und panikartig rennen alle los. Ich habe Mühe, mit meinem Koffer und der großen Umhängetasche nicht umgerannt zu werden und bin schon fix und fertig, als ich an meinem Wunschplatz - direkt vor Douglas - ankomme und meine Decke für den Kindersachenflohmarkt auf dem Boden ausbreiten kann.

Freitag, Oktober 02, 2009

Mein Körper wird sich schon was dabei gedacht haben

Es gibt so Phasen im Leben, da kann man erahnen was es bedeutet alt zu sein.
Eine nette schwächende Krankheit, eine falsche Bewegung... zack, schon schlurft man wie eine 90jährige durch die Gegend.

Derzeit brauche ich etwa 5 Stunden, um mich aus der Liegeposition in die Sitzposition zu bewegen. Heute morgen habe ich zum ersten Mal die zweite Warnstufe unseres Weckers gehört, weil ich nicht schnell genug ans Fußende des Bettes gekommen war, um ihn auszustellen. Um vom Sofa in die Senkrechte zu gelangen, habe ich schon eine Taktik ausgeklügelt: ich lasse mich nach vorne kippen, bis ich mich am Sofatisch abstützen kann, hebe den Hintern und bewege mich leicht nach links in Richtung Esstisch, wo ich mich wiederum abstützen kann und langsam aufrichten kann (unser kleines Wohnzimmer mit beengtem Stellplatz weiß ich derzeit sehr zu schätzen). Kurzum: ich bewege mich wie ein gestrandeter Wal.

Keine Ahnung, woher meine momentanen Schmerzen im linken Lendenbereich kommen. Sie entwickelten sich allmählich und haben - so hoffe ich doch - momentan ihren Spitzenwert erreicht. Sie sind an sich erträglich, aber gewisse Bewegungsabläufe sind einfach nicht machbar. Geht nicht, no go!

Es hat aber auch etwas Gutes.
Spülmaschine und Waschmaschine
beladen funktioniert derzeit
nur in der korrekten Haltung,
die wir ja theoretisch alle
kennen, aber nie anwenden:
Langsam merke ich, dass meine
Beine sich daran gewöhnen und
stärker werden.


An diese Haltung könnte ich mich gewöhnen. Versprochen, lieber Körper!