Montag, August 31, 2009

Drittklässler


Drittklässler sind anscheinend nicht so wichtig wie die süßen kleinen Schul-anfänger.




Heute hat auch in Berlin das neue Schuljahr begonnen, und Janeks neue Lehrerin macht einen netten Eindruck. Alles andere ist ein wenig demotivierend.
So wurde ausgerechnet der neue Klassenraum unserer Kinder bei der groß angelegten Renovierungsaktion am Ende des letzten Schuljahres vergessen. Unsere Elternsprecher haben in den Sommerferien selbst den Pinsel in die Hand genommen, da der Zustand des Raumes wohl unzumutbar war. Schränke gab es zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht.
Die arme neue Klassenlehrerin hat nicht einmal einen Schreibtisch. Alle Möbelstücke, die Eltern unserer Klasse im letzten Schuljahr aus einer Firmenspende im Süden Berlins abgeholt und in die Schule geschleppt haben, sind nun auf andere Räume verteilt. Nicht, dass wir alles nur für unsere Kinder haben wollen, aber gar keine Möbel...

Auch bei der Garderobenverteilung wurde unsere Klasse vergessen. Nun dürfen sie sich großzügigerweise die Garderobe mit der 3b teilen.

Und es geht noch weiter: Die neue Klassenlehrerin unserer Kinder soll eine Koryphäe als Englisch-Lehrerin sein, was uns hoffnungsvoll ins neue Schuljahr gehen ließ. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Anstelle von Frau F. werden unsere Kinder bei Herrn H. Englisch haben, der wohl eigentlich gar kein Englisch-Lehrer ist. Dafür darf sich Frau F. mit Fächern quälen, die sie noch nie in ihrem Leben unterrichtet hat. Große Klasse!

Samstag, August 29, 2009

Angeber

Vor ein paar Tagen wollte ich eine Reisebestätigung mit Rechnung persönlich bei einer Kundin vorbei bringen. Da noch Ferien sind, begleitete mich Janek und konnte beim Blick auf die Rechnung nicht aufhören zu kichern. Stand da doch: "Bei Zahlung bitte angeben".

Montag, August 24, 2009

Schleierhaft

Ich hatte mich ja damit abgefunden, dass meine Pupillen aufgrund der Pupillotonie ungewöhnlich aussehen, ansonsten war ich aber gänzlich beschwerdefrei. In den letzten Wochen allerdings fielen mir immer mehr seltsame Dinge auf, die mein linkes Auge (das mit der vergrößerten Pupille) anstellte.
Betrete ich an einem sonnigen Tag unseren Hausflur, kann ich mit geschlossenem rechten Auge das Schlüsselloch nicht sehen. Die Anzeige unseres TV-Receivers verschwindet, wenn ich meinen Blick zum Display des darunter stehenden DVD-Players wandern lasse. Bei Fahrten durch Autotunnels sehe ich mit dem linken Auge deutlich weniger Details. Hinzu kommt in schöner Regelmäßigkeit ein nerviger Schleier auf dem linken Auge, besonders bei langen PC-Sitzungen und beim Fernsehen.

Nun ging ich heute also doch noch einmal zum Augenarzt. Allen Befürchtungen zum Trotz musste ich dieses Mal nur 10 Minuten warten, bis ich dran kam. Und kurze Zeit später konnte ich die Praxis relativ beruhigt wieder verlassen. Meine Symptome haben zweierlei Ursachen. Der Schleier kommt von einer trockenen und dadurch rauen Augenoberfläche, die ich mit Tropfen behandeln kann. Das wird wohl mein Leben lang so bleiben, aber wenn die Tropfen helfen, ist es für mich in Ordnung.
Die "Sehstörungen" hängen mit meiner Pupillotonie zusammen. In Stresssituationen wie dem Wechsel von hell zu dunkel kommt meine kranke Pupille einfach nicht hinterher, daher die seltsamen Symptome. Alles nicht weiter schlimm, versicherte mir der Arzt. Damit müsse ich einfach leben.

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Vor mir war ein älterer Herr beim Sehtest an der Reihe:
" 5 2 4..."
Daraufhin der Arzthelferin: "Herr Schmidt, das sind keine Zahlen, das sind Buchstaben"
Als Herr Schmidt das kapiert hatte, stimmten die Lese-Ergebnisse interessanterweise auch.

Mittwoch, August 12, 2009

HDR

Obwohl ich nicht wirklich Urlaub habe zur Zeit, merke ich doch, dass das Leben in den Sommerferien viel entspannter läuft für mich. Kein Aufstehen im Morgengrauen, weil das Kind um halb acht an der Schule sein muss, keine Trainingstermine und auch sonst keine großartigen Verpflichtungen. Neben meiner Arbeit bleibt sogar Zeit sich neue Hobbys an Land zu ziehen. Bei Facebook bin ich über drei Buchstaben gestolpert, mit denen ich zunächst absolut nichts anfangen konnte, die mich aber inzwischen ziemlich fesseln: HDR. Ich habe inzwischen meine ersten, noch mehr als wackligen Versuche unternommen, selbst HDR-Bilder zustande zu bringen. Sie sind wirklich nicht toll. Von freihändig geschossenen Fotohandy-Bildern kann ich aber sicher auch nicht mehr erwarten. Streng genommen sind sie sogar eine Katastrophe, aber vielleicht kann man die Faszination, die ich verspüre, doch ein wenig verstehen.





Wenn ich groß bin, schaffe ich vielleicht auch einmal solche tollen Ergebnisse.