Mittwoch, April 22, 2009

Vom kleinen aber feinen Unterschied


Gestern bei


Nachdem "Hyllis", "RAM", "Mysa Rönn" und diverse Kleinutensilien bezahlt waren, pflegten Janek und ich unseren klassischen IKEA-Abschluss: wir pilgerten zum HotDog-Stand.
Bisher war es immer ganz einfach: Hot Dog ein Euro - Getränk ein Euro.
Seit gestern kenne ich den feinen Unterschied zwischen den Worten "mit" und "und".
Ich bestellte - noch ein wenig ungläubig angesichts des für mich neuen Werbehinweises "Hot Dog mit Getränk 30 cl - 1 Euro" - zwei Hot Dogs jeweils MIT Getränk und bezahlte doch tatsächlich nur 2 Euro. Die Kundin nach mir machte den fatalen Fehler. Sie bestellte "zwei Hot Dogs UND eine Limo" und bezahlte doch tatsächlich 3 Euro.

Dienstag, April 21, 2009

Samstag, April 18, 2009

Ostern

Ostersamstag: Jahrgangstreffen meiner Abitur-Stufe im Enchilada...
Interessant, wie man sich auf einmal angeregt und lange mit Leuten unterhalten kann, mit denen man zu Schulzeiten so gut wie kein Wort gewechselt hat. Bis nachts um zwei ist uns der Gesprächsstoff nicht ausgegangen.

Ostersonntag: Osterspaziergang zum Hufeisensee in Halle, wo ein paar ganz Verrückte schon badeten. Und sogar erwähnten, dass es im Heidesee "gestern noch ein wenig wärmer" gewesen sei.



Ostermontag:
Mama und ich sind Fischmörder, aber Papa findet es gar nicht so schlimm wie befürchtet
Ausflug nach Eckartsberga...

Irrgarten
Sommerrodelbahn, Minigolf und Eckartsburg
0,50 € ins Diarama eingeworfen und die Schlacht zu Jena-Auerstedt in herrlich unspektakulärer Zinnfigurenkulisse aus den 30er Jahren "beobachtet"
Mittagessen im Burgrestaurant: Blumenkohlschnitzel mit einer herrlichen Soße, die mich an meine geliebte Frankfurter Grüne Soße erinnerte
Auf dem Rückweg nach Halle Wein im Kloster Pforta eingekauft.

Dienstag:
Belantis-Park allein mit Janek. Dummerweise kannte er den Park schon und wusste von vornherein, was er alles NICHT noch einmal machen wollte. Und das war eine ganze Menge: Bootsfahren durch die Odyseuss-Höhle - zu gruselig / Drachenachterbahn - zu steil, Götterflug - kann Mama nicht wegen ihrer Schulter, Pyramiden-Wasserbahn - zu jung

Letzen Endes hatten wir trotzdem eine Menge Spaß und konnten das herrliche Wetter richtig genießen.
Unsere Lieblingsattraktion: Poseidons Flotte
Beim Kanufahren im Indianerland stand ich beim Versuch, einigermaßen elegant auszusteigen, mit beiden Beinen bis zu den Knien im Wasser - inklusive Schuhen versteht sich.


Highlight für Janek war das Quad-Fahren. Irgendwo hat er ein Händchen für solche Gefährte. Beim Gokart hängt er meistens die Konkurrenz mit Leichtigkeit und völlig angstfrei ab, und auch beim Quad zeigte sich sein Talent. Anstatt der üblichen 1-2 Runden, die man fahren darf (je nach Talent und Geschwindigkeit), durfte Janek sage und schreibe 5 Runden fahren. Ob ein kleiner Rennfahrer an ihm verloren gegangen ist?

(Oster)dienstag haben wir das Elefantenbaby Ko Raya im Berliner Zoo besucht.




Und Knut natürlich auch.






Und eine Babyqualle, die sich in einem Luftloch verfangen hatte und nicht aus eigener Kraft daraus befreien konnte - Babyqualle halt. Hoffentlich hat sich inzwischen ein Tierpfleger erbarmt und den Winzling gerettet.

Donnerstag, April 09, 2009

Männliche Torschlußpanik

Wenn ich in die Disco gehe, will ich tanzen. Das ist ein wohltuender Unterschied zu all denen die in die Disco gehen, um Vertreter des jeweils anderen Geschlechts aufzureißen. Brauch ich nicht, denn ich bin vergeben. Dennoch kommt es vor, dass auch ich angesprochen werde. Klar, habe ja kein Schild um den Hals, dass ich liiert bin und auch nicht vorhabe diesen Zustand zu ändern.

Gestern Abend war ich mit zwei Freundinnen mal wieder beim so genannten "After Work Club". Ich wurde dreimal angesprochen, und mehr oder weniger plumb versuchten die Männer herauszufinden, ob ich einen Freund habe. Also zwei von denen wollten das wissen und verschwanden auch ziemlich taktlos ohne ein weiteres Wort, als ich ehrlich antwortete. Macht man das heutzutage so? Nicht einmal "schönen Abend noch" kam über deren Lippen. Sehen sich diese Männer dem Verfallsdatum schon so nahe, dass sie ohne Zeitverlust sofort zu nächsten potentiellen Partnerin hasten müssen?

Am aussergewöhnlichsten fand ich aber den Typen, den wir Mädels aufgrund seiner kinnlangen Lockenpracht den Rest des Abends nur noch den Prinzen nannten. Erste Frage: "Warst du schon mal verheiratet?" Zweite Frage: "Ach ja, wie lange?" Dritte Frage: "Hast du Kinder?" Ich bejahte auch dies. Er wollte wissen wie alt mein Kind ist. Als ich "sieben" antwortete, ergab sich eine kurze Denkpause seinerseits, dem ein (immerhin hat er mich nicht ganz wortlos stehen lassen) "Nein danke" folgte. Dann ließ er mich stehen. Draußen liefen wir uns noch einmal über den Weg und er entschuldigte sich sogar für sein Verhalten. Naja, Entschuldigung ist vielleicht ein wenig zuviel gesagt. Er nuschelte ein "vorhin ein bisschen dumm gelaufen...", aber immerhin hat er dadurch seine zwei anderen Geschlechtsgenossen in punkto Anstand ausgestochen. Ich ließ nicht locker und wollte wissen, wie alt denn mein Kind sein dürfe, damit er nicht "nein danke" sagt. Wieder begann er zu überlegen um dann zu gestehen, dass ein Patchwork-Familie für ihn eigentlich gar nicht in Frage kommt. Na Gott sei Dank! Wie hätte ich nur meinem Freund beibringen sollen, dass ich ihn leider verlassen muss, um mit einem Prinzen eine Patchwork-Familie zu gründen? Obwohl... vielleicht hätten wir ja auch zu viert eine Familie gründen können: mein Liebster, der Prinz, mein Sohn und ich.
Denn ob ich einen Freund habe, fragte der Prinz nicht ein einziges Mal. Dürfte also kein Hindernis gewesen sein.