Montag, Dezember 28, 2009

Isch abe gar keine Firmenauto

Nachdem ich nun vor gerade mal einer Woche schmerzhaft (315 € weniger in der Geldbörse) erfahren habe, dass Pollen und Blätterreste die komplette Heizungs/-Klimaanlage eines Autos lahmlegen können, war heute schon wieder Action in Sachen Auto angesagt.

Dieses Mal betraf es den Firmenwagen meines Liebsten. Batterie tot. Da Karsten dank zahlreicher Kunden und weniger gesunder Kollegen keine Chance hatte, sich um Pannenhilfe/Reparatur selbst zu kümmern, und da das Auto eh bei uns vor der Haustür stand, habe ich die Organisation übernommen. Was letztes Jahr, als genau das gleiche Problem schon einmal vorlag, so einfach war, gestaltete sich dieses Jahr zu einem bürokratischen Hürdenlauf. 7 verschiedene Ansprechpartner bei der "Mobile Assistance", der Pannenhilfe und zwei verschiedenen Renault-Autohäusern. Und immer wieder musste ich von vorne erzählen, dass es NICHT mein Auto ist, wo das Problem liegt, dass ich keine Entscheidungen treffen kann, da es NICHT mein Auto ist, und dass ich das Auto ungern selbst fahren möchte, weil es ja NICHT mein Auto ist. Um dann eine halbe Minute später gefragt zu werden: "Hatte Ihr Auto das Problem schon öfter?" Man mag mich kleinlich finden, aber nur weil ich mich um ein Auto kümmere, gehört es noch lange nicht mir.

Nachdem ich die Versicherung, die Pannenhilfe und das Autohaus abwechselnd angemotzt hatte (was mir im Nachhinein ein wenig Leid tut, aber angesichts der Umstände und des Nichtverstandenwerdenwollens einfach unvermeidbar war - und zurückgemotzt wurde ja auch ;-)), waren wir dann alle wieder lieb zueinander. Und am Ende habe ich vom Autohaus sogar eine Busfahrkarte für die Heimfahrt geschenkt bekommen. Wenn das nichts ist...

Donnerstag, Dezember 10, 2009

Speicher

Man soll ja regelmäßig seinen Daten sichern, um im Falle eines kompletten Systemausfalls alles wieder herstellen zu können. So weit zur Theorie. Zwar besitze ich seit einigen Jahren ein externes Festplattenlaufwerk, das ich jedoch eher sporadisch zur Sicherung verwendet habe, weil es ein eigenes Netzteil hat. Der Haken am Netzteil ist in der Anatomie meines Arbeitszimmers begründet. Die Steckdosenleiste unter meinem Schreibtisch ist komplett belegt von Geräten, die ich täglich brauche. Zur Datensicherung musste ich deswegen eine andere Steckdose benutzen. Ein abenteuerliches Bild, wenn Kabel A (Strom) straff gespannt nach links zur Steckdose führte, Kabel B (USB) zum PC und das Festplattenlaufwerk selbst irgendwo dazwischen absturzgefährdet am Schreibtischrand parkte.

Etwas Neues musste her: eine externe Festplatte ohne externen Stromanschluss mit 500 GB Speicherplatz, möglichst klein und einfach zu bedienen.

Bei Medimax beriet mich dann heute ein Verkäufer zu den einzelnen Angeboten. Inzwischen gibt es ja schon Festplatten mit 1,5 Terabyte Speicherplatz, die aber noch recht wuchtig sind und daher für mich (in jeder Hinsicht) eine Nummer zu groß sind. Dann empfahl er mir das Tagesangebot, eine 500 GB-Platte von Hitachi, kaum großer als eine Zigarettenschachtel.

Als ich ihn fragte, ob das Gerät schon ein eigenes Backup-Programm habe, verneinte er. Die Verpackungsaufschrift meinte allerdings etwas anderes, also hakte ich noch einmal nach. "Ach so", sagte er. "Die Software, die da drauf ist, können Sie aber vergessen. Die meisten Benutzer legen sich dann lieber was Vernünftiges zu. Von ArcSoft zum Beispiel."

Gerade habe ich die auf der Platte gespeicherte Backup-Software installiert. Und siehe da: ArcSoft.

Wenn Medimax nicht so ausdrücklich auf einem Plakat am Eingang des Marktes mit seinen super kompetenten Verkäufern prahlen würde... ;-)

So, ich mache jetzt erst mal ein Backup.

Freitag, November 27, 2009

Tante-Emma-Läden

Selbständige Kollegen reagieren manchmal verständnislos, wenn Sie erfahren, dass ich Bücher fast ausnahmlos über Amazon.de bestelle und nicht die örtlichen kleinen Buchhändler unterstütze. Gerade ich als Selbständige müsste doch absolutes Verständnis für deren Situation haben und nicht die eh schon großen Unternehmen noch reicher machen. Nun, das mag auf einer Seite stimmen. Auf der anderen Seite sehe ich nicht ein, warum ich kleine Geschäfte unterstützen soll, nur weil sie in meinem Kiez ihren Standort haben. Für mich gehört viel mehr dazu. Ich muss mich schlicht und ergreifend gut aufgehoben fühlen. Das kann sowohl für einen Tante-Emma-Laden zutreffen als auch für ein Unternehmen, dass Tausende oder gar Millionen von Kunden hat.

Unsere Post-Filiale wurde vor wenigen Tagen komplett umgebaut und beherbergt jetzt auch eine Art Kiosk mit Schreibwaren, Zeitschriften, Süßigkeiten und Alkohol. Bequem wäre es für mich schon, dort solche Dinge einzukaufen, da ich fast täglich dort bin um mein Postfach zu leeren. Wollte heute dort auch (weil ich schon mal da war) die aktuelle Ausgabe des Magazins VIEW (Kauftipp!!!) erwerben, doch sie hatten diese nicht da.

So musste ich doch in unser kleines Stammgeschäft, wo wir bevorzugt unsere Zeitschriften und Janek seine Pokemonzeitung, Match-Attacks-Karten und GoGos kauft. Und schämte mich letzten Endes fast dafür, dass ich überhaupt in Erwägung gezogen habe, die Zeitschrift anderswo zu kaufen. Denn wo passiert es einem schon, dass sich die Besitzer eines Ladens noch daran erinnern, wie verzweifelt man in der letzten Fußballsaison versucht hatte, das Match-Attacks-Sammelalbum für Sohnemann zu erwerben? Als ich die VIEW zum Bezahlen auf die Theke legte, zeigte mir die Verkäuferin (Elefantengedächtnis!), dass heute die Sammelalben der neuen Saison rausgekommen sind. Selbstredend bekommt Janek eins zum Nikolaus. Und natürlich gehe ich auch weiterhin gerne in dieses Geschäft.

Baulin

Als wir gestern an der 6. Baustelle innerhalb von 4 Kilometern vorbei fuhren, bemerkte Janek ganz trocken: "Eigentlich müsste Berlin zur Zeit Baulin heißen"

Freitag, November 20, 2009

Das "Nur mal eben"-Phänomen

Ich bin ein klassisches Opfer des "Nur mal eben"-Phänomens.
Nur mal eben noch schnell die Rechnung ausdrucken - Papierstau im Drucker - ohne aktuellen Treiber geht nichts - also nur mal eben den neuesten Druckertreiber runterladen - verdammt, wieso komme ich denn jetzt nicht ins Internet... kurz vorm Formatieren der Festplatte klappt dann aber meistens doch wieder alles.

Vorhin hatte ich wieder so eine Situation. Da ich auf dem Weg zum Altpapierwerthof eh an einem Renault-Autohaus vorbeikomme, machte ich dort halt, da die Batterie meines Autoschlüssels kurz vorm Absterben war. Batteriewechsel ging schnell, aber dann sprang das Auto nicht mehr an. Ich versuchte achtmal den Wagen zu starten. Dann versuchte es ein Techniker. Gott sei Dank (wäre sonst wieder ein netter Vorführeffekt gewesen) sprang das Auto auch bei ihm erst beim zweiten Versuch an.
"Frauen und Technik", muss er trotzdem gedacht haben. Denn er fragte mich, ob ich zu Hause jemanden hätte, der im Ersatzschlüssel ebenfalls die Batterie wechseln könnte. Du meine Güte. Nachdem ich einmal zugesehen habe, wie das geht, bekomme ich das bestimmt gerade noch selber hin.

Nun bleibt nur zu hoffen, dass das Anlassproblem eine einmalige Sache war.

Donnerstag, November 19, 2009

Bauchspeck

Ich sitze in einem Frisiersalon, den ich nicht kenne und merke, wie die Angestellten über mich tuscheln und abfällig zu mir herüberschauen. Ja, ich weiß dass meine Haare heute nicht besonders gut liegen und dringend einen frischen Schnitt und neue Strähnchen bräuchten... aber dafür bin ich ja schließlich hier.

Irgendwann kommt eine Frisörin auf mich zu und fragt mich: "Entschuldigen Sie, aber darf ich Ihnen mal in die Seite kneifen?" Ich denke mir nichts dabei und lasse sie gewähren. Sie tut es und ruft ihren Kollegen angewidert zu: "Igitt, das ist wirklich Bauchspeck. Leute, sowas habt Ihr noch nie gesehen".

Möglich, dass "Mr. Bauchrolle" vom "Supertalent 2009" meinen Traum inspiriert hat. Möglich aber auch, dass ich dringend mal wieder auf mein Wii Balance Board hüpfen sollte.

Mittwoch, November 18, 2009

Psychologie

Seit Montag habe ich mit meiner Schulter wieder größere Probleme.

Gemeinsam mit meiner Physiotherapeutin begab ich mich vorhin auf Ursachensuche. Zunächst schien es keinen Grund zu geben, bis mir einfiel, dass ich am Montag meinen Termin für die Gutachteruntersuchung der Unfallversicherung bekommen habe. Der Termin ist im Januar, und mein erster Gedanke beim Lesen des Briefes war: "Na toll, wenn die Physiotherapie weiterhin so gut anschlägt, fragt mich der Gutachter bestimmt, warum ich seine Zeit stehle und behaupte krank zu sein. Ungeachtet meiner Probleme, die ich nun schon seit gut einem Jahr habe."
Und genau dieser Gedanke könnte die wohl die Ursache sein, dass meine Schulter wieder mehr rummuckert. Erstaunlich, was die Psyche so anrichten kann.

Freitag, November 13, 2009

Schweine- und andere Grippen

Die Gesundheitsthemen lassen uns einfach nicht los.

Meinem Rücken geht es wieder gut (wer weiß, was das war...), dafür sind an Janeks Schule Schweinegrippen-, Noro- und Rotaviren gleichzeitig ausgebrochen.



In der Nacht von Montag auf Dienstag bekam Janek Fieber, aber da er schon einen Tag später wieder fit war, denke ich nicht, dass er einen der Viren abbekommen hatte. Oder aber er ist überaus robust. Er freute sich regelrecht darauf, ab Donnerstag wieder in die Schule zu können, als am Mittwoch Nachmittag die Nachricht eintrudelte, dass seine Schule Donnerstag und Freitag geschlossen bleibt, um dem Virenchaos endlich Einhalt zu gebieten. Mal schauen, ob es klappt.
Ständig schwanke ich zwischen Coolness und Panik. Vielen Dank, liebe Medien, Ihr habt es echt geschafft ein ganzes Land in Aufruhr zu versetzen!
Ich wette, dass schon in wenigen Monaten keine Sau (hihi) mehr über die Schweinegrippe reden wird. Oder hat man je wieder etwas von BSE oder der Vogelgrippe gehört? Alles uninteressant...

Da die Bewegungsfähigkeit meiner linken Schulter nach wie vor stark eingeschränkt ist, hat mir meine Orthopädin wieder Physiotherapie aufs Auge gedrückt. Das ist teilweise recht schmerzhaft, aber wenn´s hilft.

Und Janek steht wegen seiner ausgeprägten Gräserallergie eine Hyposensibilisierung bevor. Leider sind sein Vater und ich uns nicht einig, welche Methode die beste ist. Details erspare ich meinen Lesern... Kraftraubende Diskussionen hatte ich genug.

Donnerstag, November 05, 2009

Die Stasi ist auch nicht mehr das was sie mal war

Vorhin im Wartezimmer unserer Hausärztin.

Eine etwa 13/14-Jährige macht ihre Deutsch-Hausaufgaben.
Thema: DDR. Neben dem Mädchen sitzt die Mutter und beantwortet geduldig die nicht wenigen Fragen ihrer Tochter.

"Mama, was war noch mal die Stasi?"
"Das war der Geheimdienst der DDR. Die haben..."
"... die haben die Juden verfolgt, stimmt´s?"
"Nein, das waren die Nazis."
"Ach, stimmt ja."

20 Jahre nach dem Mauerfall... beängstigend und beruhigend zugleich, dass für die heutigen Teenager die DDR genauso fremd und fern ist wie für mich damals der 2. Weltkrieg.

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Meinem Sohn steht übrigens eine jahrelange Behandlung mit Impftabletten bevor. Leider hat sein Allergietest ergeben, dass er die höchste Stufe der Gräserallergie hat. Na, herzlichen Glückwunsch!

Mittwoch, Oktober 14, 2009

Popo-Blocker

Wenn meine Eltern zu Besuch sind, sitzt mein Vater früher oder später garantiert an meinem PC oder dem meines Freundes und surft im Internet.

Lustigerweise schafft er es immer wieder Fehlermeldungen zu produzieren, von denen ich in all meinen PC-Erfahrungs-Jahren noch nie etwas gehört habe.

Fragt er mich doch vorhin: "Popo-Blocker ist aktiv" ist doch ok, oder?"
Zunächst dachte ich, er wäre (versehentlich natürlich ;-) ) auf irgendwelchen Pornoseiten gelandet, bis ich mir die Browsermeldung selbst anschaute: "Pop-Up Blocker ist aktiv".

Sonntag, Oktober 11, 2009

Schlange stehen

Die ersten sind schon anderthalb Stunden vor Veranstaltungsbeginn da und stellen sich brav vor die noch verschlossenen Türen. Mit etwas Glück haben diejenigen sogar noch einen Parkplatz in weniger als 500 Meter Entfernung ergattert. Solidarisch wird eine Thermoskanne mit Kaffee herumgereicht. Wohl dem, der eine Tasse dabei hat. Mit der Zeit wird die Warteschlange immer länger, einige haben sich sogar mit den obligatorischen Klappstühlen strategisch positioniert. Argwöhnisch wird die Konkurrenz-Warteschlange am hinteren Eingang beobachtet, ob dort nicht womöglich die Pforten drei Sekunden früher geöffnet werden. Dann endlich erscheint der Mann, auf den alle so lange gewartet haben. Er schaut wichtigtuerisch auf die Uhr und macht den Wartenden per Zeichensprache deutlich, man solle doch bitte etwa 2 Meter nach hinten zurücktreten. Macht natürlich keiner. Wäre ja schade um den sauer verdienten Platz in der Pole Position. Dann endlich öffnet der Mann die Tür, und panikartig rennen alle los. Ich habe Mühe, mit meinem Koffer und der großen Umhängetasche nicht umgerannt zu werden und bin schon fix und fertig, als ich an meinem Wunschplatz - direkt vor Douglas - ankomme und meine Decke für den Kindersachenflohmarkt auf dem Boden ausbreiten kann.

Freitag, Oktober 02, 2009

Mein Körper wird sich schon was dabei gedacht haben

Es gibt so Phasen im Leben, da kann man erahnen was es bedeutet alt zu sein.
Eine nette schwächende Krankheit, eine falsche Bewegung... zack, schon schlurft man wie eine 90jährige durch die Gegend.

Derzeit brauche ich etwa 5 Stunden, um mich aus der Liegeposition in die Sitzposition zu bewegen. Heute morgen habe ich zum ersten Mal die zweite Warnstufe unseres Weckers gehört, weil ich nicht schnell genug ans Fußende des Bettes gekommen war, um ihn auszustellen. Um vom Sofa in die Senkrechte zu gelangen, habe ich schon eine Taktik ausgeklügelt: ich lasse mich nach vorne kippen, bis ich mich am Sofatisch abstützen kann, hebe den Hintern und bewege mich leicht nach links in Richtung Esstisch, wo ich mich wiederum abstützen kann und langsam aufrichten kann (unser kleines Wohnzimmer mit beengtem Stellplatz weiß ich derzeit sehr zu schätzen). Kurzum: ich bewege mich wie ein gestrandeter Wal.

Keine Ahnung, woher meine momentanen Schmerzen im linken Lendenbereich kommen. Sie entwickelten sich allmählich und haben - so hoffe ich doch - momentan ihren Spitzenwert erreicht. Sie sind an sich erträglich, aber gewisse Bewegungsabläufe sind einfach nicht machbar. Geht nicht, no go!

Es hat aber auch etwas Gutes.
Spülmaschine und Waschmaschine
beladen funktioniert derzeit
nur in der korrekten Haltung,
die wir ja theoretisch alle
kennen, aber nie anwenden:
Langsam merke ich, dass meine
Beine sich daran gewöhnen und
stärker werden.


An diese Haltung könnte ich mich gewöhnen. Versprochen, lieber Körper!

Dienstag, September 22, 2009

Nicht jugendfrei

Sonntag Vormittag: Zum gefühlt 300. Mal in dieser Woche bin ich mit Sohnemann auf dem Fußballplatz. Trainingslager. Unsere Jungs spielen gegen ihre Eltern. Die meisten jedenfalls. Ich wie immer nicht.

Neben mir auf der Bank sitzt die russische Mutter eines Mannschaftskameraden. Die Schwester ist als Zaungast ebenfalls dabei und fragt mich, warum ich nicht mitspiele.

"Ich bin Bluter. Weisst du was das ist?" frage ich.
Da spüre ich plötzlich den Ellenbogen der Mutter in meiner Seite und ernte einen Blick, der eine Mischung aus Entsetzen und Schmunzeln ist. "Nicht doch, Manuela!", sagt die Mutter verschwörerisch zu mir. "Sie ist doch erst 10!"

Ich verstehe nicht. Warum darf ich einer 10jährigen nicht erklären, was eine Gerinnungsstörung ist? Also frage ich die Mutter, ob sie denn überhaupt weiß, was ein Bluter ist (Deutsch ist nicht ihre Muttersprache). Sie flüstert mir ins Ohr: "Wenn man seine Regel hat". Im ersten Moment muss ich herzhaft lachen.

Bleibt allerdings die Frage, wann um alles in der Welt ein zehnjähriges Mädchen endlich erfahren soll, was mein acht Jahre alter Sohn schon seit etwa drei Jahren weiß. Wird sie eines der Mädchen sein, die bei ihrer ersten Regelblutung in Panik verfallen, weil sie denken sie müssten sterben?

Montag, August 31, 2009

Drittklässler


Drittklässler sind anscheinend nicht so wichtig wie die süßen kleinen Schul-anfänger.




Heute hat auch in Berlin das neue Schuljahr begonnen, und Janeks neue Lehrerin macht einen netten Eindruck. Alles andere ist ein wenig demotivierend.
So wurde ausgerechnet der neue Klassenraum unserer Kinder bei der groß angelegten Renovierungsaktion am Ende des letzten Schuljahres vergessen. Unsere Elternsprecher haben in den Sommerferien selbst den Pinsel in die Hand genommen, da der Zustand des Raumes wohl unzumutbar war. Schränke gab es zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht.
Die arme neue Klassenlehrerin hat nicht einmal einen Schreibtisch. Alle Möbelstücke, die Eltern unserer Klasse im letzten Schuljahr aus einer Firmenspende im Süden Berlins abgeholt und in die Schule geschleppt haben, sind nun auf andere Räume verteilt. Nicht, dass wir alles nur für unsere Kinder haben wollen, aber gar keine Möbel...

Auch bei der Garderobenverteilung wurde unsere Klasse vergessen. Nun dürfen sie sich großzügigerweise die Garderobe mit der 3b teilen.

Und es geht noch weiter: Die neue Klassenlehrerin unserer Kinder soll eine Koryphäe als Englisch-Lehrerin sein, was uns hoffnungsvoll ins neue Schuljahr gehen ließ. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Anstelle von Frau F. werden unsere Kinder bei Herrn H. Englisch haben, der wohl eigentlich gar kein Englisch-Lehrer ist. Dafür darf sich Frau F. mit Fächern quälen, die sie noch nie in ihrem Leben unterrichtet hat. Große Klasse!

Samstag, August 29, 2009

Angeber

Vor ein paar Tagen wollte ich eine Reisebestätigung mit Rechnung persönlich bei einer Kundin vorbei bringen. Da noch Ferien sind, begleitete mich Janek und konnte beim Blick auf die Rechnung nicht aufhören zu kichern. Stand da doch: "Bei Zahlung bitte angeben".

Montag, August 24, 2009

Schleierhaft

Ich hatte mich ja damit abgefunden, dass meine Pupillen aufgrund der Pupillotonie ungewöhnlich aussehen, ansonsten war ich aber gänzlich beschwerdefrei. In den letzten Wochen allerdings fielen mir immer mehr seltsame Dinge auf, die mein linkes Auge (das mit der vergrößerten Pupille) anstellte.
Betrete ich an einem sonnigen Tag unseren Hausflur, kann ich mit geschlossenem rechten Auge das Schlüsselloch nicht sehen. Die Anzeige unseres TV-Receivers verschwindet, wenn ich meinen Blick zum Display des darunter stehenden DVD-Players wandern lasse. Bei Fahrten durch Autotunnels sehe ich mit dem linken Auge deutlich weniger Details. Hinzu kommt in schöner Regelmäßigkeit ein nerviger Schleier auf dem linken Auge, besonders bei langen PC-Sitzungen und beim Fernsehen.

Nun ging ich heute also doch noch einmal zum Augenarzt. Allen Befürchtungen zum Trotz musste ich dieses Mal nur 10 Minuten warten, bis ich dran kam. Und kurze Zeit später konnte ich die Praxis relativ beruhigt wieder verlassen. Meine Symptome haben zweierlei Ursachen. Der Schleier kommt von einer trockenen und dadurch rauen Augenoberfläche, die ich mit Tropfen behandeln kann. Das wird wohl mein Leben lang so bleiben, aber wenn die Tropfen helfen, ist es für mich in Ordnung.
Die "Sehstörungen" hängen mit meiner Pupillotonie zusammen. In Stresssituationen wie dem Wechsel von hell zu dunkel kommt meine kranke Pupille einfach nicht hinterher, daher die seltsamen Symptome. Alles nicht weiter schlimm, versicherte mir der Arzt. Damit müsse ich einfach leben.

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Vor mir war ein älterer Herr beim Sehtest an der Reihe:
" 5 2 4..."
Daraufhin der Arzthelferin: "Herr Schmidt, das sind keine Zahlen, das sind Buchstaben"
Als Herr Schmidt das kapiert hatte, stimmten die Lese-Ergebnisse interessanterweise auch.

Mittwoch, August 12, 2009

HDR

Obwohl ich nicht wirklich Urlaub habe zur Zeit, merke ich doch, dass das Leben in den Sommerferien viel entspannter läuft für mich. Kein Aufstehen im Morgengrauen, weil das Kind um halb acht an der Schule sein muss, keine Trainingstermine und auch sonst keine großartigen Verpflichtungen. Neben meiner Arbeit bleibt sogar Zeit sich neue Hobbys an Land zu ziehen. Bei Facebook bin ich über drei Buchstaben gestolpert, mit denen ich zunächst absolut nichts anfangen konnte, die mich aber inzwischen ziemlich fesseln: HDR. Ich habe inzwischen meine ersten, noch mehr als wackligen Versuche unternommen, selbst HDR-Bilder zustande zu bringen. Sie sind wirklich nicht toll. Von freihändig geschossenen Fotohandy-Bildern kann ich aber sicher auch nicht mehr erwarten. Streng genommen sind sie sogar eine Katastrophe, aber vielleicht kann man die Faszination, die ich verspüre, doch ein wenig verstehen.





Wenn ich groß bin, schaffe ich vielleicht auch einmal solche tollen Ergebnisse.

Freitag, Juni 26, 2009

Finanzkrise

Im Pankower Rathaus-Center gibt es derzeit zwischen Rossmann, C&A und Co. eine eigentlich nett gemeinte Ausstellung zum Thema "Urlaub in der DDR". Für mich persönlich eine spannende Zeitreise, bei der ich meinen Sohn mit ständigen Das-Kenne-Ich-Auchs und Genau-Das-Hatten-Wir-Auchs, meist verbunden mit einem nostalgischen Seufzer, nerven kann.

Dabei stieß ich auf eine Schautafel, auf der beschrieben wird, was Urlaub für DDR-Bürger damals so gekostet hat. Man achte auf die Währungsangaben!

Mittwoch, Juni 24, 2009

Floraler Smalltalk

Also stimmt es doch. Man soll mit seinen Pflanzen reden, damit sie gedeihen.
Fünf Jahre lang habe ich vergeblich und WORTLOS meine Orchidee gehegt und gepflegt, gedüngt, umgetopft, stabilisiert... aber das Ding mickerte vor sich hin, von Blüten keine Spur.
Vor ein paar Wochen schnauzte ich sie dann an: "Ach du kannst mich doch mal!", goss sie kaum noch und strafte sie ab diesem Tag mit Missachtung. Und das kommt dann dabei heraus:

Donnerstag, Mai 28, 2009

Montag, Mai 11, 2009

Mittwoch, Mai 06, 2009

So geht Deutsch

Duftnote

Sehen kann ich ihn nicht. Nur hören. Im Nachbarraum beim Frisör sitzt jemand, den ich aufgrund der Lautstärke und Klangfarbe seiner Stimme in die Kategorie Lindenstraßen-Harry stecke.

"Ich hatte gestern Geburstag", lallt er. "Wundert Euch also nicht, wenn ich nach Alkohol rieche."
Daraufhin seine Friseuse Frisörin: "Ach, geht doch heute noch."

Offensichtlich ein Stammkunde, der mehr als nur einmal im Jahr seinen Geburtstag feiert :-)

Mittwoch, April 22, 2009

Vom kleinen aber feinen Unterschied


Gestern bei


Nachdem "Hyllis", "RAM", "Mysa Rönn" und diverse Kleinutensilien bezahlt waren, pflegten Janek und ich unseren klassischen IKEA-Abschluss: wir pilgerten zum HotDog-Stand.
Bisher war es immer ganz einfach: Hot Dog ein Euro - Getränk ein Euro.
Seit gestern kenne ich den feinen Unterschied zwischen den Worten "mit" und "und".
Ich bestellte - noch ein wenig ungläubig angesichts des für mich neuen Werbehinweises "Hot Dog mit Getränk 30 cl - 1 Euro" - zwei Hot Dogs jeweils MIT Getränk und bezahlte doch tatsächlich nur 2 Euro. Die Kundin nach mir machte den fatalen Fehler. Sie bestellte "zwei Hot Dogs UND eine Limo" und bezahlte doch tatsächlich 3 Euro.

Dienstag, April 21, 2009

Samstag, April 18, 2009

Ostern

Ostersamstag: Jahrgangstreffen meiner Abitur-Stufe im Enchilada...
Interessant, wie man sich auf einmal angeregt und lange mit Leuten unterhalten kann, mit denen man zu Schulzeiten so gut wie kein Wort gewechselt hat. Bis nachts um zwei ist uns der Gesprächsstoff nicht ausgegangen.

Ostersonntag: Osterspaziergang zum Hufeisensee in Halle, wo ein paar ganz Verrückte schon badeten. Und sogar erwähnten, dass es im Heidesee "gestern noch ein wenig wärmer" gewesen sei.



Ostermontag:
Mama und ich sind Fischmörder, aber Papa findet es gar nicht so schlimm wie befürchtet
Ausflug nach Eckartsberga...

Irrgarten
Sommerrodelbahn, Minigolf und Eckartsburg
0,50 € ins Diarama eingeworfen und die Schlacht zu Jena-Auerstedt in herrlich unspektakulärer Zinnfigurenkulisse aus den 30er Jahren "beobachtet"
Mittagessen im Burgrestaurant: Blumenkohlschnitzel mit einer herrlichen Soße, die mich an meine geliebte Frankfurter Grüne Soße erinnerte
Auf dem Rückweg nach Halle Wein im Kloster Pforta eingekauft.

Dienstag:
Belantis-Park allein mit Janek. Dummerweise kannte er den Park schon und wusste von vornherein, was er alles NICHT noch einmal machen wollte. Und das war eine ganze Menge: Bootsfahren durch die Odyseuss-Höhle - zu gruselig / Drachenachterbahn - zu steil, Götterflug - kann Mama nicht wegen ihrer Schulter, Pyramiden-Wasserbahn - zu jung

Letzen Endes hatten wir trotzdem eine Menge Spaß und konnten das herrliche Wetter richtig genießen.
Unsere Lieblingsattraktion: Poseidons Flotte
Beim Kanufahren im Indianerland stand ich beim Versuch, einigermaßen elegant auszusteigen, mit beiden Beinen bis zu den Knien im Wasser - inklusive Schuhen versteht sich.


Highlight für Janek war das Quad-Fahren. Irgendwo hat er ein Händchen für solche Gefährte. Beim Gokart hängt er meistens die Konkurrenz mit Leichtigkeit und völlig angstfrei ab, und auch beim Quad zeigte sich sein Talent. Anstatt der üblichen 1-2 Runden, die man fahren darf (je nach Talent und Geschwindigkeit), durfte Janek sage und schreibe 5 Runden fahren. Ob ein kleiner Rennfahrer an ihm verloren gegangen ist?

(Oster)dienstag haben wir das Elefantenbaby Ko Raya im Berliner Zoo besucht.




Und Knut natürlich auch.






Und eine Babyqualle, die sich in einem Luftloch verfangen hatte und nicht aus eigener Kraft daraus befreien konnte - Babyqualle halt. Hoffentlich hat sich inzwischen ein Tierpfleger erbarmt und den Winzling gerettet.

Donnerstag, April 09, 2009

Männliche Torschlußpanik

Wenn ich in die Disco gehe, will ich tanzen. Das ist ein wohltuender Unterschied zu all denen die in die Disco gehen, um Vertreter des jeweils anderen Geschlechts aufzureißen. Brauch ich nicht, denn ich bin vergeben. Dennoch kommt es vor, dass auch ich angesprochen werde. Klar, habe ja kein Schild um den Hals, dass ich liiert bin und auch nicht vorhabe diesen Zustand zu ändern.

Gestern Abend war ich mit zwei Freundinnen mal wieder beim so genannten "After Work Club". Ich wurde dreimal angesprochen, und mehr oder weniger plumb versuchten die Männer herauszufinden, ob ich einen Freund habe. Also zwei von denen wollten das wissen und verschwanden auch ziemlich taktlos ohne ein weiteres Wort, als ich ehrlich antwortete. Macht man das heutzutage so? Nicht einmal "schönen Abend noch" kam über deren Lippen. Sehen sich diese Männer dem Verfallsdatum schon so nahe, dass sie ohne Zeitverlust sofort zu nächsten potentiellen Partnerin hasten müssen?

Am aussergewöhnlichsten fand ich aber den Typen, den wir Mädels aufgrund seiner kinnlangen Lockenpracht den Rest des Abends nur noch den Prinzen nannten. Erste Frage: "Warst du schon mal verheiratet?" Zweite Frage: "Ach ja, wie lange?" Dritte Frage: "Hast du Kinder?" Ich bejahte auch dies. Er wollte wissen wie alt mein Kind ist. Als ich "sieben" antwortete, ergab sich eine kurze Denkpause seinerseits, dem ein (immerhin hat er mich nicht ganz wortlos stehen lassen) "Nein danke" folgte. Dann ließ er mich stehen. Draußen liefen wir uns noch einmal über den Weg und er entschuldigte sich sogar für sein Verhalten. Naja, Entschuldigung ist vielleicht ein wenig zuviel gesagt. Er nuschelte ein "vorhin ein bisschen dumm gelaufen...", aber immerhin hat er dadurch seine zwei anderen Geschlechtsgenossen in punkto Anstand ausgestochen. Ich ließ nicht locker und wollte wissen, wie alt denn mein Kind sein dürfe, damit er nicht "nein danke" sagt. Wieder begann er zu überlegen um dann zu gestehen, dass ein Patchwork-Familie für ihn eigentlich gar nicht in Frage kommt. Na Gott sei Dank! Wie hätte ich nur meinem Freund beibringen sollen, dass ich ihn leider verlassen muss, um mit einem Prinzen eine Patchwork-Familie zu gründen? Obwohl... vielleicht hätten wir ja auch zu viert eine Familie gründen können: mein Liebster, der Prinz, mein Sohn und ich.
Denn ob ich einen Freund habe, fragte der Prinz nicht ein einziges Mal. Dürfte also kein Hindernis gewesen sein.

Donnerstag, März 26, 2009

Woran man merkt....

... dass man in letzter Zeit definitiv zu oft beim Arzt war:

Wenn man im Wartezimmer des Zahnarztes sitzt und feststellt, dass man sämtliche dort liegenden Ausgaben der Freizeitrevue, Gala, AutoBild, Glücksrevue und Bunte bereits gelesen hat.

Montag, März 23, 2009

Hallelujah

Es ist vorbei. Hallelujah!

P.S. Ein Blog als einziges Tagebuch hat den Nachteil, dass man nicht immer alles schreiben kann, was man möchte. Zu gerne würde ich erläutern, warum es mir im Moment so gut geht. Aus Rücksicht auf einzelne Personen muss ich leider darauf verzichten.


@Mara: Verliebt bin ich, ja. Aber das ist schon lange so und hat mit meinem Eintrag nichts zu tun. In dem Fall ist es wirklich eine private Sache, die man schriftlich einfach nicht erklären kann. Eher einen Roman darüber schreiben ;-)

Donnerstag, März 19, 2009

Ich glaub´s ja nicht

Jetzt, wo ich internettechnisch nicht mehr von der Güte unserer Wohnungsgenossenschaft, der Telekom oder sonstwem abhängig bin, buddeln die doch vor unserer Haustür und legen Fernseh- und Internetkabel ins Haus.
Wer meine Leidensgeschichte kennt, kann sich wahrscheinlich vorstellen, dass mein Erstaunen riesengroß ist.

Wer sie noch nicht kennt, kann sie hier nachlesen. Und hier, hier, hier und hier. Ach ja, und hier, hier und dort auch noch. Der Grund, warum mir das aktuelle "Happy End" relativ egal hast, ist dieser.

Mittwoch, März 18, 2009

Eingerollt

Ich verfolge mit Spannung den "Paketlebenslauf" (das heisst bei DPD tatsächlich so) einer Bestellung von gestern. Noch schicker als das Wort Paketlebenslauf finde ich aber die Tatsache, dass das Paket jeweils bei der Einrollung und bei der Ausrollung gescannt wurde. Rollig Drollig.
Mal schauen, ob das Paket rund oder eckig ist.

Montag, März 16, 2009

Wunder der Technik

Gestern waren wir auf der ITB. Eigentlich ist der Sonntag der denkbar schlechteste Tag für Fachbesucher, aber es ging dieses Mal nicht anders. Wenigstens war es nicht so voll wie vor zwei Jahren. Janek war zum ersten Mal dabei und wurde mit Give Aways überschüttet. Das fand er natürlich klasse.

Im Vergleich zu den früheren Jahren gab es nicht viel Neues, aber in der Halle der Travel Technology ließen wir uns am Siemens-Stand etwas namens Microsoft Surface vorführen (beim Link eines der Bilder anklicken, Filme anschauen und staunen!), was uns schlicht und ergreifend begeisterte. Noch ist so ein Tisch natürlich sehr teuer, aber vielleicht haben wir den in ein paar Jahren alle im Wohnzimmer stehen.

Freitag, März 13, 2009

PMS

PMS... so was kenne ich nicht. Alle Frauen, die behaupten, sie würden sich in den Tagen vor den Tagen irgendwie verändern, haben doch einen Knall.

Gut, ich habe immer kurz vor Ende meiner Pillenpackung Heißhunger auf Süßigkeiten und alles sonstig irgendwie Essbare. Nein, Heißhunger ist der falsche Ausdruck. Ich brauche einfach nur immer etwas zwischen den Zähnen, sei es ein Bonbon, eine Möhre oder ein Kotlett. Komischerweise im gleichen Zeitraum heule ich, wenn ich so etwas lese, LIDL-Werbespots sehe oder alte Lieder aus meiner Rave-Zeit höre. Wenn eine Familie bei "Zuhause im Glück" ihr renoviertes Haus zum ersten Mal sieht. Wenn bei "Scrubs" Leben nicht gerettet werden können oder der Zuschauer unvorbereitet mit der Realität konfrontiert wird. Wobei ich zugeben muss, dass diese Scrubs-Ausschnitte zu den Szenen gehören, bei denen ich eigentlich immer heulen muss, egal welches Jahr, welcher Monat oder welche Stunde wir gerade haben. Und egal wie oft ich sie schon gesehen habe.

Dienstag, März 10, 2009

Goldig

Gerade habe ich eine Email erhalten von Olga, einer Kundin, die ich auch privat kenne. Sie lebt erst seit einigen Jahren in Deutschland und freut sich auf zauberhafte Weise über ein preisgünstiges Angebot für einen Flug in ihr Heimatland, das ich ihr gemailt habe:

"Du bist ein Gold".

Freitag, März 06, 2009

Röhre Reloaded

Ich kenne so ein Ding ja schon. Das vergrössert meine Vorfreude auf das, was mir die nächste halbe Stunde bevorsteht, nicht unbedingt. Als ich auf dem Fragebogen ankreuzen muss, ob ich Platzangst habe, bin ich kurz unsicher. Da ich aber ohnehin nicht um die MRT-Untersuchung herum komme, mache ich mein Kreuzchen seufzend bei "Nein".

Ach, dieses Mal liege ich ja nicht so weit oben, freue ich mich noch. Doch kaum ist meine linke Schulter MRT-gerecht platziert und der dazugehörige Oberarm am Körper festgebunden, wird die Liege hochgefahren. So hoch, dass ich befürchte meine Nasenspitze würde beim Reinfahren an die Oberkante der Röhre stoßen. Tut sie aber nicht. Es fehlt jedoch nicht viel. Absolut still liegen, 25 Minuten lang, die schmerzende Schulter in einer Haltung, die sie derzeit gar nicht mag. Doch da müssen wir beide jetzt durch.

+++ Tief durchatmen, dass schaffe ich schon +++ Ist ja schließlich nicht das erste Mal +++ Und auf keinen Fall die Augen öffnen, sonst sehe ich, wie eng es hier ist +++ Durch die Kopfhörer nehme ich die ersten wummernden Geräusche des MRT wahr. Anderswo kann man über die Kopfhörer wenigstens Musik hören, hier nicht +++ 25 Minuten... wie vertreibe ich die mir bloß? +++ 2563 plus 1312 ist gleich...+++ bei dem Lärm kann doch keiner denken +++ Nun öffne ich doch die Augen. Direkt über mir die weiße Röhrendecke. So weiß, dass ich nicht sagen kann, ob es nur zwei Zentimeter Abstand sind oder zwanzig. +++ Nicht nachdenken +++ Oh Gott, was mache ich, wenn plötzlich meine Nase anfängt zu jucken? Ich darf mich ja nicht bewegen +++ Das Gerät gibt tiefe Bassschläge von sich, die in meinen Ohren fast wie Musik klingen +++ Morgen Abend gehen wir Mädels tanzen +++ Was ziehe ich an? +++ Augen öffnen und schnell wieder schließen +++ Ich liege verkrampft da, würde mich gerne bewusst entspannen, aber das wäre ja eine Bewegung +++ Nachher heisst es noch, ich habe durchs tiefe Einatmen die Aufnahmen versaut und wir müssen alles noch einmal neu machen +++ Was machen die hier eigentlich mit Leuten, die wirklich so richtig unter Klaustrophie leiden? +++ sanftes Kitzeln im Nasenbereich, nicht doch! +++ 512 mal 89 ist gleich... +++ es kitzelt immer noch +++ sind 25 Minuten nicht schon längst um +++ Halt die Klappe, Nase! +++ die Röhre bebt ein wenig +++ was, wenn gerade ein Erdbeben stattfindet, und ich merke es nicht +++ werde verschüttet ihn diesem schrecklichen Ding, dass mir in diesem Fall vermutlich das Leben retten würde +++ alle rennen draußen panisch durch die Gegend, nur ich liege ahnungslos in meinem MRT-Kokon +++ gefühlte 40 Minuten +++ wenn sich beim MRT tatsächlich innere Blutungen im Schultergelenk zeigen, geht der elende Ärztemarathon weiter +++ an meinen physiotherapiefreien Tagen zum Arzt gehen um Gerinnungsmittel gespritzt zu bekommen +++ doch lieber selbst spritzen, so wie ich es früher schon einmal konnte? +++ Nasenkribbeln hat aufgehört, hurra +++ Die MRT-Assistenten machen bestimmt immer blöde Witze, wenn ein Patient hilflos in der Röhre liegt, zählen die Löcher in den Socken und machen Fotos davon +++ Herrjeh, habe ich heute eigentlich vernünftige Socken angezogen? +++ Noch mal die Entfernung meiner Nasenspitze bis zur Decke abschätzen... 5 Millimeter... Maximum +++ Ich will hier raus +++ Die Versuchung ist groß einfach den Notrufknopf in meiner Hand zu drücken +++ Die holen mich dann sofort raus +++ Aber wäre mir damit geholfen? +++ Augen zu! Wie lange noch?

Dann ist alles überstanden. Ein Blick auf mein Handy sagt mir hinterher: es waren nur etwa 20 Minuten. Egal, wenn sich diese Minuten wie Stunden anfühlen.

Befund: keine Einblutungen ins Schultergelenk. Sehr schön

Mittwoch, März 04, 2009

Erkenntnis des Tages

Leute, die es es einfach nur gut meinen, können mitunter ganz schön belastend sein.

Donnerstag, Februar 26, 2009

Vergesslich


Ich hatte vergessen, dass ich seit September dieses Foto auf meinem Handy hatte und eigentlich schon damals hochladen wollte.

Samstag, Februar 21, 2009

My eyes are getting weary

Von wegen Radio hören kostet nichts. Mich hat ein einziger, zufällig aufgeschnappter Werbespot heute 90 Euro gekostet. Saturn hat nur heute alle 9 Staffeln meiner Lieblingsserie "King of Queens" für nur 10 € pro Staffel verkauft. Bei den bisherigen Preisen von 20-25 Euro pro Staffel war ich bisher immer zu geizig. Aber heute konnte ich dann nicht mehr widerstehen.

Keine Ahnung, wann ich das alles gucken soll.
8 Staffeln á ca. 550 Minuten plus eine Staffel á 250 Minuten macht summa sumarum 77 Stunden. Ich hoffe Ihr könnt in den nächsten Tagen auf mich verzichten...

Donnerstag, Februar 19, 2009

Beschwerdekostenrechnung

Das nenne ich doch mal eine tolle Idee für mein eigenes Geschäft:
Kunden beschweren sich, ich schmettere ihre Beschwerde ab und berechne im Nachhinein für die Bearbeitung der Beschwerde 50 €.

So und nicht anders wird anscheinend beim Kammergericht gearbeitet, von dem ich gestern eine Rechnung über 50 € für "Beschwerdeverfahren (Sonstige)" erhalten habe.
Die normalen Gerichtskosten hatte ich schon längst bezahlt. Dass ich für einen Widerspruch auch noch mal extra blechen muss, hätte ich mir nie träumen lassen.

EDIT: Hallo Mara, ich war physisch nicht wirklich bei Gericht. Es ging um eine Familienangelegenheit aus meiner Vergangenheit, die in einem Vergleich endete und deshalb keiner "richtigen" Gerichtsverhandlung bedurfte. Die Kosten waren dennoch enorm. Und dann denkt man, jetzt sei alles geklärt und alles bezahlt, und Monate später flattert einem so eine Rechnung ins Haus. Ich habe übrigens bei der so genannten Kosteneinziehungsstelle der Justiz nachgefragt und wollte den genauen Grund für die Rechnung wissen. Nun, das könne man mir auch nicht sagen, man sei nur für die Rechnungsstellung und Abrechnung zuständig. Ich könne aber Akteneinsicht bei Gericht verlangen, das sei natürlich kein Problem. Toll, als würde ich jetzt zum Gericht rennen und Einsicht in meine Akten verlangen. Ich habe ja sonst nichts zu tun. Und ich weiß doch eh, dass ich um die Zahlung der 50 € nicht herumkommen werde. Das ist einfach so, basta.

Montag, Februar 16, 2009

Tally Hall - Good Day

"Sims 2" ist nicht nur mein Lieblingsspiel. Nebenbei beweisen die Spielemacher von EA Games auch stets ein geniales Händchen, was die Auswahl der Songs auf den verschiedenen Radiosendern der Sims anbelangt. Bekannte und weniger bekannte Songs werden dafür extra auf "Simlisch" von den Originalinterpreten neu aufgenommen (u.a. Depeche Mode, Kate Hall). Darunter sind richtig geniale Ohrwürmer. Zu den besonderen Schätzen gehören für mich Tally Hall mit "Good Day".

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?

Weihnachtliche Gefühle kamen auf, als wir gestern kurz vor 18 Uhr endlich die hässliche Sporthalle des SV Empor in der Wichertstraße verlassen konnten (das Ergebnis unserer Jungs beim Fussballturnier ignorieren wir an dieser Stelle mal lieber) und uns draußen eine zentimeterdicke Schneedecke empfing und Kirchenglocken zum Gottesdienst riefen.

Donnerstag, Februar 12, 2009

Gänsefüßchen-Missbrauch


So ein Ärztemarathon - verbunden mit den unvermeidbaren, überaus langweiligen Wartezeiten - hat auch seine Vorteile.
Hätte ich sonst dieses "nichts"sagende Schild im Vivantes-Krankenhaus fotografieren können?

An der Einfahrt zum Klinik-Gelände durfte ich den legendären Berliner Charme mal wieder live erleben. Nachdem ich meine Irrfahrt rund um den Volkspark Friedrichshain beendet hatte und beim Pförtner vorfuhr, biss dieser gerade herzhaft in seine Wurstschrippe und öffnete gleichzeitig das Fenster, da er wohl spürte: Diese Frau will was wissen.
Ich fragte nach dem Weg zu Haus 12a und erwähnte die im Internet angepriesenen "Parkplätze direkt vorm Haus".
Der Herr grinste seinem Kollegen süffisant zu und fragte, halb mir, halb seinem Kollegen zugewandt: "Ach, das Internet. Wird dort auch die Baustelle erwähnt?"
Klar darf man nicht auf alle Auskünfte aus dem Internet vertrauen, aber wenn es die hauseigene Seite ist....?
Nun ja, ausnahmsweise hatte ich Glück und fand tatsächlich vor Haus zwölf gleich rechts neben einem Haufen mit Bausand ein Plätzchen. Das gesamte Gelände inklusive der Gebäude hat noch DDR-"Charme" (hier darf ich Gänsefüßchen setzen - ätsch!), die für mich zuständige Ärztin hingegen richtigen Charme - also welchen ohne Gänsefüßchen.

Freitag, Februar 06, 2009

Gar nicht so einfach...

... einen Kunden anrufen zu müssen, um zu fragen, ob dessen Mutter, die vor 4 Wochen im Sterben lag, denn inzwischen verstorben ist. Klingt makaber, aber davon hängt es ab, ob für den deshalb stornierten Flug Stornokosten anfallen oder nicht.

Was bin ich froh, dass solche Dinge in meinem ansonsten nur mit schönen Erlebnissen und Urlaubsgedanken verbundenen Job selten vorkommen.

Mittwoch, Februar 04, 2009

Frozen Shoulder

Mein Körper ist den letzten Jahren zunehmend einfallsreicher geworden, was die Auswahl der Erkrankungen anbelangt. Nun auch noch das: Schultersteife. Nach einer Schulterprellung im September schien eigentlich alles wieder normal, doch seit ein paar Wochen habe ich wieder Schmerzen im linken Arm, die mich in manchen Nächten mehrfach aufweckten und mir bei schnellen Armbewegungen (Gardine aufziehen, Janek eine Socke vom Fuß klauen) schier den Verstand rauben wollten. Mein Arm lässt sich nur noch auf "Hitlergruß-Höhe" anheben, was die Achselrasur nicht unbedingt erleichtert. BH selbst auf dem Rücken öffnen und schließen geht gar nicht. Naja, nun weiß ich wenigstens was ich habe. Und dass ich zur Physiotherapie muss. Und dass es bis zu 2 Jahre dauern kann, bis alles wieder im Lot ist. Tolle Aussichten.

Montag, Februar 02, 2009

Dienstag, Januar 27, 2009

100 meters of existence

Super Idee, ausgezeichnete Umsetzung:
Ein 100 Meter langes Foto voller Menschen, die 20 Tage lang an der gleichen Stelle fotographiert und am Ende zu einem einzigen Foto verbunden wurden. Seht selbst!

Irritiert bin ich allerdings ein wenig bei folgendem Bildausschnitt:

Nun erkläre mir doch mal jemand, wie rein zufällig (???) zwei Menschen mit einem Augenverband auf der rechten Seite die gleiche Straße entlanggehen. Kennen Sie sich? Kommen Sie vom gleichen Augenarzt? Sind Sie ein Ehepaar, das sich aus Gründen der Zusammengehörigkeit das gleiche Tattoo in Augennähe hat stechen lassen?

Mittwoch, Januar 21, 2009

Und vierteljährlich grüsst das Murmeltier

Jedes Mal, wenn der Schulzahnarzt da war, bringt Janek einen Zettel mit nach Hause, auf dem steht, dass es behandlungsbedürftige Zähne gibt und ich meinen Sohn beim Zahnarzt vorstellen soll. An diesen Tagen fühle ich mich schmerzlich an meine eigene Schulzeit erinnert, in der ich NIE während all der Jahre ein einziges Mal ohne Zettel nach Hause kam. Egal wie gründlich ich meine Zähne immer gepflegt hatte. Ein deprimierendes Erlebnis, jedes Mal aufs Neue.

Am meisten ärgert mich an diesen Zetteln, dass nichts Konkretes drauf steht. So weiß ich dieses Mal nicht, ob vielleicht nur der hintere untere Backenzahn gemeint ist, von dem Janeks Zahnärztin eh schon vor Wochen meinte, den müssten wir im Auge behalten. Oder doch wieder ein neues Löchlein?

Wenigstens lassen die Schulzahnärzte inzwischen das Kreuz bei "kieferorthopädische Behandlung wird angeraten" weg. Selbst als Janek schon eine Zahnspange hatte (die trägt er seit Juni 2008), stand das beim letzten Mal noch auf dem Zettel. Hallo???

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Themawechsel: Heute durfte ich mir einen Vortrag einer Trainerin zum Thema Telefonmarketing anhören. Ihr widme ich den heutigen Post, und zwar weil sie gleich zweimal hintereinander von "Sigmund Freund" (kein Schreibfehler), "dem Erfinder der Psychoanlyse" schwärmte.

Freitag, Januar 16, 2009

Pissnelke


Soll noch einer sagen, es gäbe nur langweilige Toilettenbürsten.


Wie wär´s mit einer Pissnelke?

Donnerstag, Januar 15, 2009

Mittwoch, Januar 14, 2009

Erkenntnisse des Tages

1. Ein PC-Monitor kann nach etlichen Jahren plötzlich und ohne jedwede Vorwarnung einfach kaputt gehen.
2. PC-Monitore sind heutzutage nur mit Mühe von handelsüblichen LCD-Fernsehern zu unterscheiden.
3. Ohne Breitbild läuft gar nichts mehr.
4. Mitunter lohnt es sich, mit seinem frisch erworbenen Gerät noch einmal im Laden aufzutauchen und den Verkäufer zu nerven, weil man sich angesichts einer erheblichen Preisdifferenz zum Internetpreis (des gleichen Unternehmens!) geärgert hat.
5. DVI ist besser als VGA
6. Mit einem Widescreen-Monitor kann man viel mehr Internetseiten in der Schnellzugriffsleiste ablegen.

Montag, Januar 12, 2009

Marley und ich

Vollkommen egal, ob das Drehbuch etwas taugt: diesen Film MUSS ich sehen

Auf ein Neues

Seit diesem Jahr kann ich:

  • im Schlafzimmer fernsehen
  • Nudelteig ausrollen und beim Formen der handgefertigten Nudeln zusehen
  • wieder Kinderschuhe tragen, da es in der Damenabteilung sämtlicher von mir besuchter Schuhläden keine RICHTIGEN Winterschuhe mehr in Größe 39 gab
  • den Stromverbrauch all unserer technischen Geräte einzeln von einem Messgerät ablesen und angesichts der Kosten für den Heizlüfter (Schimmel-Vorsorge in der Loggia) einer Ohnmacht nahe sein
Silvester haben wir bei Udo (wink) gefeiert, der uns mit einem 5-Gänge-Menü verwöhnte. Mein erstes Silvester in Berlin, an dem ich mehr Sirenen gehört und Blaulicht gesehen habe als Knaller und Feuerwerk. Udo wohnt nämlich direkt neben der Charité. Das war auch mal ein Erlebnis...

Ich widme diesen Post Christian Morgenstern, dessen entzückendes Gedicht "Die drei Spatzen" Janek gerade in der Schule gelernt hat.

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.

Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.

Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!

Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.

Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.