Mittwoch, Dezember 24, 2008

Bewegende Zeiten

Janek hüpft aufgeregt um mich herum, als wäre ich ein Weihnachtsbaum.
Alle fünf Minuten ist er der Meinung, er kann es auf keinen Fall bis zur Bescherung aushalten. Eines seiner sehr überzeugenden Argumente:

"Mama, mein Herz ist schon ganz bewegt."

In diesem Sinne... frohe Weihnachten Euch da draußen!

Donnerstag, November 27, 2008

Mängelfrei

Ein schönes Gefühl, sein Auto mitsamt einem TÜV-Bescheid mit der Aufschrift "ohne Mängel" abholen zu können.

Da kann man doch glatt für einen Moment vergessen, dass man vor wenigen Tagen ein paar hundert Euro für Reparaturen in der Werkstatt gelassen hat.

Freitag, November 21, 2008

Wetter Wetter Wetter

Und auch heute haben wir wieder Wetter, Wetter, Wetter (in Gedenken an "RTL Samstag Nacht" und den genialen Mirko Nontschew mit seinen Wettervorhersagen - nee, keine Angst, der lebt noch)

Voller Ehrfurcht staune ich gerade über die exakte Wettervorhersage für den heutigen Tag.
Ein trockener, aber kalter Morgen war angesagt. Stimmt.
Am Vormittag erste Schauer (stimmt), die gegen Mittag in Graupelschauer (stimmt) und dann in Schneefall übergehen (Beweis steht noch aus, aber mein Sohn würde das da draußen vor meinem Fenster schon als Schnee bezeichnen).

Ein wenig Panik befällt mich schon bei dem Gedanken, dass ich heute gegen Abend mein Auto aus der Werkstatt holen und dann damit über glatte Straßen schlittern muss. Oder sollte ich doch eher Angst vor der Werkstattrechnung haben? Der TÜV-Vorabcheck wies einige Mängel auf, die gerade beseitigt werden: Endschalldämpfer, Auspuff, Spurstangen...

Mittwoch, November 12, 2008

Buona Sera, Ulf

Diese Woche bei "Das perfekte Dinner":

Der italienische Gastgeber begrüsst seinen ersten Gast.
"Buona sera!"

Dieser antwortet höflich:
"Ulf"

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Musicbox

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Momentaufnahmen

Als Dreizehnjährige habe ich in einem schmucklosen DDR-Schulheft über Monate hinweg meine eigenen Musik-Charts aufgelistet. Akribisch wurden jede Woche aufs Neue meine persönlichen Top10 bestimmt und säuberlich notiert. Das Heft existiert leider nicht mehr.


Dafür jetzt mal ohne Füller, Schulheft und Lineal....

Meine aktuellen Lieblingsserien:

  • Scrubs
  • Malcolm mittendrin
  • King of Queens
  • Gilmore Girls
  • Switch (& Switch Reloaded)
Dauerbrenner:
  • Lindenstraße
Super gespannt bin ich schon auf:
  • Pushing Daisies (Serienstart heute Abend auf Pro7)
Filme:

aktuell: "Wall-E"
immer wieder: "Goodbye Lenin", Baz Lurmans "Romeo und Julia","Sommer vorm Balkon"
will ich sehen: "Wolke 9"

meine derzeitigen Mediaplayer und youtube Ohrwürmer:
nicht brandneu, aber zur Zeit auf Dauerplay:
  • Les Choristes (Filmmusik aus "Die Kinder des Monsieur Mathieu") - Caresse sur l´ocean
  • Deep Forest - Sweet Lullaby (Im Idealfall in Kombination mit dem Matt Harding - Video
wieder ausgebuddelt:
Breaking Free aus Highschool Musical (das bleibt aber unter uns!)
Blur - Song 2

Notiz 1: einen Psychologen diese seltsame Mixtur beurteilen lassen
Notiz 2: oder es doch besser bleiben lassen


* to be continued *

Den kannte ich noch gar nicht

Soll doch Podolski mal gesagt haben:

Fussball ist wie Schach, nur ohne Würfel
Aha.

Dienstag, September 30, 2008

Klokultur

Unsere Toiletten-Leseecke beweist es: mein Liebster ist dem Fußball nicht gänzlich abgeneigt.

Freitag, September 26, 2008

Es ist amtlich: ich denke mit meinem Herzen




Your Brain is 67% Female, 33% Male



Your brain leans female

You think with your heart, not your head

Sweet and considerate, you are a giver

But you're tough enough not to let anyone take advantage of you!

Dienstag, September 02, 2008

Ein neuer In-Club?

Auf der Suche nach einem Kontierungsstempel für meine Buchhaltung bin ich beim Googeln über folgendes Suchergebnis gestolpert:

Freitag, August 22, 2008

Endlich eine Diagnose

Nun weiß ich es endlich:

Nach 3 1/2 Stunden Wartezimmer-Marathon in der Charité teilte mir der von der Ärztin aufgrund ihrer Unsicherheit extra herbeigeorderte Oberarzt seine Diagnose mit: Pupillotonie. Und wie es aussieht, sind beide Augen betroffen, da beide Pupillen stark verzögert reagieren. Witzig, dass die eine so groß und die andere so klein ist.

Im Grunde harmlos, aber dennoch nicht ganz ohne. Da es nicht ganz ungefährlich ist, wenn die Pupillen nicht im normalen Maße auf Lichteinstrahlung reagieren, soll ich an sonnigen Tagen möglichst eine Sonnenbrille tragen, die aufgrund des Krankheitsbildes wohl sogar auf Rezept verschrieben werden kann.
Außerdem soll ich immer eine schriftliche Information bei mir haben (aufgrund einer Blutgerinnungsstörung habe ich eh immer einen Nothilfepass dabei), in der die Pupillotonie aufgeführt ist. Sollte ich, aus welchen Gründen auch immer, irgendwann einmal ohnmächtig auf der Straße zusammenbrechen, wissen die behandelnden Sanitäter und Ärzte wenigstens, dass meine unterschiedlichen Pupillen chronisch sind und nichts mit dem Zusammenbruch zu tun haben.

Meine ärztlich bescheinigte Sehfähigkeit liegt übrigens bei beruhigenden 120 % (der Test fand unmittelbar nach einem Blendtest statt; wer weiß ob ich ansonsten sogar einen noch höheren Prozentsatz erreicht hätte).

Auslöser für Pupillotonie kann es viele geben. Am wahrscheinlichsten sind Viren. Auch heute wurde mir daher wieder Blut abgenommen. Dank schlechter Venen brauchte es insgesamt fünf Versuche und drei verschiedene Schwestern, bis man mir Blut abnehmen konnte. Egal wie das Ergebnis der Laboruntersuchung ausfällt: es ist eigentlich irrelevant, denn Behandlungsmöglichkeiten gibt es nicht. Blöderweise muss ich irgendwann in nächster Zeit noch einmal in die Charité, da mir noch ein Test bevorsteht, bei dem mir wieder Pilocarpin in die Augen getropft wird (dieses Mal in beide) und dann gemessen wird, wie stark die Pupillen darauf reagieren. Eigentlich hätte man das heute machen können, aber in der Klinik war nicht ein Fläschen des Medikaments aufzutreiben. Hätte ich das vorher gewusst... auf meinem Schreibtisch zu Hause stand noch die angebrochene Flasche aus dem Klinikum in Berlin-Buch.

Ich danke allen, die mir aufgrund meiner Blogeinträge gemailt haben, für Eure Unterstützung!

Auch wenn ich von vielen gehört habe, ich solle mich nicht verrückt machen und am besten gar nicht zum Arzt gehen, bin ich doch froh, dass ich jetzt weiß, was los ist. Bei jedem Blick in den Spiegel hätte ich ansonsten doch immer ein mulmiges Gefühl gehabt. Ich gehe zwar selten zum Arzt, aber in dem Fall kann ich nur sagen: lieber ein paar Ärzte konsultieren und blöde Untersuchungen über sich ergehen lassen als sich irgendwann ärgern zu müssen, dass man die Symptome einfach ignoriert hat.

Dienstag, August 19, 2008

Norske Talenter - Madeleine Christensen

Der Name Paul Potts dürfte inzwischen so ziemlich jedem ein Begriff sein. Vor einigen Monaten habe ich durch Zufall ein Video einer norwegischen Talentshow bei youtube entdeckt mit einer jungen Dame, deren Stimme und Auftreten ich nicht weniger ergreifend finde: Madeleine Christensen, damals 14 Jahre alt.
Ungeduldige mögen bitte sich das Video bitte wenigstens von 01:00 bis 02:15 anschauen, es lohnt sich!

Montag, August 18, 2008

Platzangst?

Brav und gleichzeitig unruhig wie ich war, klemmte ich mich am Freitag gleich ans Telefon, um mir Termine beim Neurologen, zum CT und in der Augenklinik zu besorgen.
Beim CT hatte ich noch Glück und bekam einen Termin für den kommenden Dienstag, also morgen. In der Augenklinik der Charité lief ständig ein Band, das mir mitteilte, dass ich doch bitte innerhalb der Sprechzeiten, u.a. freitags zwischen 10 und 13 Uhr anrufen solle. Diese Ansage hörte ich an besagtem Freitag um 10:06 Uhr, 10:52 Uhr, 11:18 und 12:38.

Nicht wirklich erfolgreicher waren meine Versuche, in zehn verschiedenen Neurologie-Praxen der Stadt einen Termin zu bekommen. Obwohl mehrere Ärzte und auch meine Mutter, die Arzthelferin ist und der bei meinen Symptomen die Ohren klingelten, mir gesagt hatten, ich solle mich dringend kümmern, wollte man mir doch tatsächlich Termine im September, Oktober und sogar erst zum Jahresende anbieten. Es fällt schwer, nicht als hysterische Ziege dazustehen, wenn man - gelinde gesagt - ein wenig Angst hat um seine Gesundheit, um sein Leben, und dann lapidar abgespeist wird. Na was denn nun, bin ich nun ein Notfall oder nicht? Man war sich nicht so ganz einig, außer darin, dass man keinen "zeitnahen" Termin frei hätte.

Ich folgte dann dem Rat einer Sprechstundenhilfe und fuhr direkt in die Rettungsstelle des Helios-Klinikums in Berlin-Buch. Janek konnte ich zu meiner Freundin bringen, denn noch einen Tag in verschiedenen Wartezimmern wollte ich ihm nicht zumuten.
Zwei Stunden musste ich warten, bis ich in Raum 036 der Notaufnahme geschickt wurde und dort eine weitere halbe Stunde zusammen mit einer Multiple Sklerose-Patientin auf die Neurologin wartete.
Die Neurologin untersuchte mich von Kopf bis Fuß und war ein wenig ratlos. Meine linke Pupille war nicht nur auffallend größer als die andere, sondern reagierte auch nicht auf Lichtreize. Das hatte mir mein Augenarzt am Tag zuvor gar nicht gesagt.
Seltsam war laut Aussage der Ärztin, dass ich keinerlei Sehstörungen oder Blendgefühle in dem einen bzw. beiden Augen habe. Zwischendurch verschwand die Neurologin immer mal wieder um sich um andere Patienten zu kümmern und bei Kollegen Rat zu holen, was denn mit mir zu machen sei. Mir wurde Blut abgenommen, das Labor konnte aber nichts Auffälliges feststellen. Bei einer ihrer kurzen Stippvisiten in meinem Krankenzimmer (so langsam fühlte ich mich angesichts der Umgebung wirklich krank), tropfte mir die Neurologin ein Medikament namens Pilocarpin ins linke Auge. Eigentlich hätte sich daraufhin sofort die Pupille zusammenziehen müssen, was sie aber nicht tat. Die Ärztin wurde zunehmend nervöser, das konnte sie schlecht verbergen, gab sich aber grösste Mühe mir nicht allzuviel Angst einzujagen. Während sie wieder verschwand, um mich in der Radiologie zur MRT anzumelden, ging ich auf die Toilette und sah im Spiegel, dass die Pupille nun doch endlich reagiert hatte. Sie war nun winzig klein. Mein Sehvermögen auf diesem Auge war aber gleichzeitig so schlecht geworden, dass ich zum allerersten Mal in meinem Leben nachempfinden konnte wie es ist, wenn man nicht so gut sehen kann. Gottseidank wusste ich, dass das von den Tropfen kam. Aufgrund des für mich ungewohnten eingeschränkten Sehvermögens, wurde mir dann auch ein wenig schwindelig, aber es war nicht dramatisch. Ca. 15 Minuten später kam ein Zivi mit Rollstuhl ins Zimmer und sagte: "Ich soll Sie zum MRT bringen". Beim Anblick des Rollstuhls musste ich lachen und fragte: "Der ist aber nicht für mich, oder?" Doch es handelte sich nicht um einen Irrtum, und so wurde ich wie eine Schwerkranke nach oben in die Radiologie gekarrt. Also ehrlich: so ein Krankenhaus schafft es wirklich schnell, aus einem gefühlt gesunden Menschen einen gefühlt kranken zu machen.

Der Radiologe war erst einmal ein wenig sauer, weil so spät noch ein Patient gebracht wurde. Seine Assistenten hatten nämlich schon Feierabend. Nun, an mir lag es nicht. Ich war halb zwölf in der Klinik eingetroffen. Inzwischen war es kurz vor vier. Eigentlich leide ich nicht an Klaustrophobie, doch als der Radiologe mir mit malerischen Worten, bei denen unter anderem "Röhre", "eng", "laut", "zwanzig Minuten" und "still liegen" vorkamen, den Ablauf einer MRT erklärte und mich dann fragte, ob ich unter Platzangst leide (er verwendete tatsächlich das populäre, aber doch eigentlich falsche Wort), wusste ich nichts anderes als zu sagen: "Hm, bisher eigentlich nicht, aber wenn Sie es so erklären...". Er lachte und beruhigte mich. Ich musste meine Hosentaschen nach magnetischen Dingen durchsuchen, Geldstücke, Schlüssel oder was auch immer, da die MRT-Röhre ein hochmagnetisches Gerät ist. Was genau das bedeutet, merkte ich kurze Zeit später, als er mich in liegend in die Röhre schob und ich plötzlich merkte, dass mir etwas von Hüfthöhe schmerzhaft an meine rechte Achselhöhle knallte und dann an die Decke der Röhre. Ich hatte doch ein Eurostück in der Hosentasche vergessen.
Mein Blutdruck muss am Boden gewesen sein, ich zitterte - sicher auch vor Aufregung - ganz fürchterlich und musste zugedeckt werden, um bei der Untersuchung die Aufnahmen nicht zu verwackeln.
Erstaunlicherweise war alles gar nicht so schlimm. Das Gerät ist fürchterlich laut, man bekommt aber Kopfhörer auf, und ab und an ruckelt es wie eine Massageliege. Da ich nur ab der Hüfte aufwärts in der Röhre lag, war es auch nicht so unangenehm eng, wie ich befürchtet hatte. Die Zeit vergeht in so einem Ding unfühlbar. Hätte ich nicht vorher gewusst, dass es 20 Minuten dauerte, ich hätte hinterher nicht sagen können, ob ich fünf Minuten oder eine Stunde in dem Ding gelegen hatte. Nach einer Weile wurde ich fast gleichgültig, machte mir keine Gedanken um eine eventuell negative Diagnose. Fünf Minuten länger, und ich wäre vermutlich eingeschlafen.

Die Untersuchung brauchte auch keine neuen Erkenntnisse, was ich grandios fand, da somit relativ klar war, dass weder ein Gehirntumor noch ein eingeklemmter Nerv Ursache sind. Die Neurologin holte mich - ebenfalls sichtlich erleichtert - aus der Radiologie ab. Ich durfte sogar allein wieder nach unten laufen und musste nicht mehr im Rollstuhl sitzen. Ich war ja nun keine schwer kranke Patientin mehr. Aber dennoch ein medizinisches Phänomen, wie es scheint. Die Reaktionen meiner Augen widersprechen sich wohl, und es gibt immer noch keine Erklärung.

Hauptsache war: ich durfte wieder nach Hause fahren.

Inzwischen hat die Wirkung der Tropfen nachgelassen, und meine Pupille ist wieder genauso stark vergrössert wie vorher.

Also habe ich den Rat der Neurologin und meines Augenarztes in die Tat umgesetzt und mir einen Termin in der Augenklinik der Charité besorgt. Heute war doch tatsächlich jemand zu erreichen. Auch hier wäre eigentlich erst ein Termin in einigen Wochen frei gewesen, aber nun darf ich doch schon am Freitag kommen. Hundertprozentig harmlos scheint es also nach wie vor nicht zu sein, wenn man mich wegen Dringlichkeit vorzieht.

Aber ich hoffe das Beste...

Donnerstag, August 14, 2008

Wehwechen

Ist es vielleicht generell so, dass man mehr auf seinen Körper und kleinere Symptome achtet und sich Gedanken macht, sobald man den Zenit von 30 Jahren überschritten hat?

Vor nicht allzu langer Zeit gab es schon einmal etwas, was mir Sorgen bereitete. Diese haben sich aber inzwischen halbwegs zerstreut.

Nun habe ich etwas Neues. Vor gut anderthalb Wochen wurde ich gefragt, ob ich schon immer unterschiedlich große Pupillen gehabt hätte. Ich fiel aus allen Wolken, denn das war mir absolut neu. Aber in der Tat, ein Blick in den Spiegel bezeugte es: meine linke Pupille ist eindeutig größer als die rechte, und zwar so deutlich, dass man von einer normalen Abweichung nicht mehr sprechen kann. Anfangs fand ich es ja noch witzig, wenn Fragen kamen, ob ich mir irgendwelche bewusstseins- und pupillenerweiternden Mittelchen eingeworfen hätte, aber dagegen sprechen zwei Gründe: 1. ich habe mir nichts eingeworfen und 2. müssten dann ja beide Pupillen gleichmäßig erweitert sein.



Eigentlich soll man ja in Gesundheitsfragen das Internet möglichst meiden, weil es ein Sammelsurium medizinischer Halbwahrheiten und ausgegorenen Blödsinns ist.

Was tat ich also? Ich gab meine Symptome bei Google ein. Hätte ich es lieber lassen sollen? Vielleicht ja, vielleicht nein. Die möglichen Ursachen für meine unterschiedlichen Pupillen (Fachbegriff: Anisokorie) reichen von absolut harmlos bis hin zum Gehirntumor oder schweren Herzkrankheiten.
Meine Allgemeinärztin, die ich heute morgen deswegen konsultierte - es ließ mir halt einfach keine Ruhe - brachte zusätzlich noch die Frage nach eventuellen Schilddrüsenerkrankungen in der Familie ins Spiel, was ich verneinte.

Den Nachmittag verbrachte ich dann im Wartezimmer eines Augenarztes, zum ersten Mal in meinem Leben. Wenn auch mein Körper gerne hier schreit, sobald es irgendwelche blöden Krankheiten im Sonderangebot gibt - auf meine Augen und meine Sehfähigkeit konnte ich immer stolz sein. Da ich keinen Termin hatte, aber es bei diesen Symptomen wahrscheinlich an Fahrlässigkeit grenzt, wenn man mich mit einem Termin für nächste Woche wieder nach Hause schickte, dauerte es insgesamt etwa drei Stunden, bis Janek und ich die Praxis wieder verlassen konnten. Ein Hoch auf Janeks Nintendo DS, das die Wartezeit für meinen Sohn nur halb so schlimm machte.

Der Augenarzt konnte auch keine Ursache feststellen. Ich wurde diversen Test unterzogen, die ich alle nahezu fehlerlos bestanden habe. Unter anderem wurde eine Gesichtsfelduntersuchung gemacht. Da ich dabei auf jedem Auge alle 81 Lichtpunkte erkannt hatte, konnte mich der Arzt zumindest insofern beruhigen, dass er mich nicht als Notfall in eine Klinik überweisen müsse.
Stattdessen drückte er mir drei Überweisungen in die Hand: eine zur CCT, eine zum Neurologen und eine in die Augenklinik der Berliner Charité. Nun kann ich nur hoffen, dass ich überall schnellstmöglich Termine bekomme, damit ich weiß woran ich bin. Und am Ende hoffentlich erfahre, dass es nur eine harmlose Laune der Natur ist.

Montag, Juli 14, 2008

Fussballkind

Mein Sohnemann war im Fernsehen. Hier der Beitrag des ZDF Morgenmagazins vom 16. Juni.

Donnerstag, Juni 19, 2008

Oh lá lá

Janek wedelt mir mit einem gelben Zettel vor der Nase herum. Darauf Werbung für einen Französisch-Kurs, der falkutativ und kostenpflichtig im nächsten Schuljahr an seiner Schule gegeben werden soll. Er möchte gerne an dem Kurs teilnehmen.
Zwar habe ich ein wenig Bedenken, ob das nicht alles zu viel wird: zweimal pro Woche Fußballtraining, außerdem sein Englischkurs und an so manchem Wochenende auch noch Spiele vom Verein.

Egal... meine Versuche ihm den Klang der französischen Sprache schmackhaft zu machen, sehen so aus:
"J´ai six ans".
"Was heisst das Mama?"
"Ich bin sechs Jahre alt."
"Aha."
"Wobei: das wirst du gar nicht mehr lernen. Du wirst lernen: J´ai sept ans".
"Was heisst das?"
"Na überleg mal. Wenn das Erste heisst ´ich bin sechs Jahre alt´ und ich sage, das wirst du gar nicht mehr lernen?"
"Ach stimmt ja, ich werde ja in zwei Wochen 7."
"Eben. Also, was heisst dann ´J´ai sept ans´?"
Kurze Denkpause... und dann mit ein wenig Unsicherheit in der Stimme:
"Ich bin nicht mehr sechs Jahre alt?"

Montag, Mai 26, 2008

Ihr wart so grotte!

"Wir zahlen und die anderen schieben sich die Punkte zu"
So titelt heute die BILD in altbekannter Manier. Mag ja sein, dass von Jahr zu Jahr einiges schief und gefühltermaßen ungereimt läuft beim Eurovision Song Contest. Und es mag ja auch sein, dass die diesjährigen Sieger, Vizesieger und auch die anderen vorderen Plätze, nun wie soll ich es sagen... gewöhnungsbedürftig und in musikalischer Hinsicht in meinen Augen alles andere als Top waren.

Aber was die No Angels da abgeliefert haben, kann ich nur mit Sandys eigenen Worten wiedergeben (das Zitat stammt im Übrigen aus der Zeit, als sie selbst als Jurygast in einer Popstars Staffel assistierte):

"Ich bin so pissed. Ihr wart grotte!"

In meinen Augen gab es nur zwei Lichtblicke, und einen Titel davon habe ich so ins Herz geschlossen, dass er in meine Favoritenliste bei youtube Einzug halten durfte: Frankreich (Sebastien Tellier "Devine")

Der andere Lichtblick: Dänemark, nichts Herausragendes, aber immer noch tausendmal besser als der restliche Mist die anderen Beiträge.

Mittwoch, April 30, 2008

Virtuelle Bockwurst

Gerade am Telefon:

Anrufer: "Guten Tag, kann ich bei Ihnen auch eine Bockwurst kaufen?"
Ich: "Natürlich, mit Senf oder mit Ketchup?"
Anrufer: "Mit Senf bitte"
Ich: "Macht 3 Euro"
Anrufer: "Danke, auf Wiederhören.

P.S. Ich habe ein Reisebüro. Ob ich lieber umsatteln sollte?

Freitag, April 04, 2008

Donnerstag, März 20, 2008

Himmel über Berlin

Fernsehturm, Rotes Rathaus, Reichstag
Copyright Janek

Montag, März 17, 2008

Liebesbrief von einem Sechsjährigen

Janek hat Ferien, und da er nicht stundenlang Wii spielen darf (was er natürlich gerne täte), muss er sich alternative Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. Vorhin hat er sich in seinem Zimmer verkrochen und mir den Zutritt verwehrt. Gerade eben kam er aus seiner Höhle, um mir diesen Brief zu überreichen:

Samstag, März 15, 2008

By Heart - die Zweite

Vor über einem Jahr habe ich Euch schon einmal von "meiner" Band-Entdeckung namens "By Heart" vorgeschwärmt.

Von der gekauften CD abgesehen, hatte ich leider nichts mehr von By Heart gehört. Umso mehr freute ich mich, als ich gestern im Autoradio auf einem bekannten Berliner Sender einen Song hörte, der mir verdammt bekannt vorkam. Und in der Tat, es war "Flash of Light" von By Heart. Beim Googeln habe ich heute entdeckt, dass die Jungs es mit diesem Song inzwischen zu einem Promotrailer für die Berlinale geschafft haben. Ich freue mich unglaublich für sie.

Mittwoch, März 05, 2008

Denk ich an Deutschland

Ich bin entsetzt:

Nicht unbedingt über die Meldung an sich, sondern über die Kommentare. Eigentlich widerstrebt es mir, so einer Plattform hier auch noch Gehör zu verschaffen, aber vielleicht stellt sich ja auch heraus, dass viele andere Menschen auch so denken wie die Kommentatoren. Dann sollte ich wohl doch über eine Auswanderung nachdenken.

Montag, März 03, 2008

Hinhören



Diesen Song kann ich seit Wochen auswendig mitsingen. Aber erst heute habe ich genau hingehört und bin entsetzt über mich selbst und meine sporadische Unfähigkeit, richtig zuzuhören. Darüber, dass ich dachte, es sei ein "normales" Trennungslied.

Samstag, Februar 09, 2008

Vom Können, Wollen und Müssen

Man sagt den Vertretern meines Sternzeichens gerne nach, dass sie sich nicht entscheiden können. Da ist was dran. Ich neige in der Tat dazu, mich in mancherlei Hinsicht schwer zwischen A und B entscheiden zu können (wenn es auch noch C und D zur Auswahl gibt, bin ich vollends verloren), was mitunter dazu führen kann, dass ich meine Umwelt mit vermeintlichen HauRuck-Aktionen verblüffe. Wenn ich merke, dass ich um eine Entscheidung nicht herum komme, gönnen sich Verstand und Bauch einen heftigen Disput, der meistens damit endet dass mein Bauch gewinnt. Und das wird dann auch gemacht, basta! Damit bin ich bisher in der Regel auch ganz gut gefahren.

Vor gerade mal drei Wochen (die mir wie eine Ewigkeit erscheinen) reifte in mir der Entschluss, endlich Nägel mit Köpfen zu machen und aus zwei Wohnungen eine zu machen. Gab es bisher genug Gründe für mich und meinen Liebsten, nicht zusammenzuziehen, so ergaben sich auf einmal tausende Gründe, es doch zu tun. Der Ärmste hatte gar keine Wahl, denn schon aus organisatorischen Überlegungen (Janek, Schulweg, Freunde) war klar, dass er sein 1-Zimmer-Domizil im geliebten Prenzlauer Berg aufgeben und zu uns nach Pankow-Niederschönhausen ziehen musste. Unzweifelhaft war klar, dass wir gemeinsam eine größere Wohnung suchen würden, da in meiner 71,6 m² Wohnung inklusive Arbeitszimmer nicht genug Platz ist für die freie Entfaltung von zwei Erwachsenen und einem Kind. Also machten wir uns auf die Suche nach ca. 30 m² mehr und wurden so schnell fündig, dass unsere Kündigungsfristen uns Sorgen bereiteten. Einige schlaflose Nächte später verzichteten wir dann aber doch freiwillig auf unsere Traumwohnung, die über solche Extravaganzen wie ein separates Gäste-WC mit Dusche verfügt und beschlossen, uns doch erst mal bis auf Weiteres auf meinen bereits vorhanden 71,6 m² zusammenzuquetschen. Mein Bauch hatte einfach nicht hundertprozentig ja zur neuen und (das wollen wir mal nicht außer Acht lassen) um einiges teureren Wohnung gesagt. Zwar hatte ich meine Wohnung sogar schon gekündigt, aber der für mich zuständige Mieterbetreuer war so nett, meine Kündigung zurückzunehmen. Dass dies so problemlos ging, war für mich auch ein Zeichen, dass die Entscheidung richtig war.
Ich hätte es nicht gedacht, aber als ich den Makler der "neuen" Wohnung anrief um abzusagen, fiel mir ein Stern vom Herzen. Mit neuem Elan werde ich mich nun auf meine - bald unsere - eigenen vier Wände stürzen und das gesparte Geld in ein paar Verschönerungsarbeiten investieren.

Mittwoch, Januar 23, 2008

Anfang und Ende eines Kindertraums

Dafür dass ich immer das Gefühl habe, dass mein Blog recht wenig besucht ist, haben mich doch erstaunlich viele Nachfragen erreicht, die alle nur ein Thema hatten:
"Und, hat Janek seine Pokemonkarten bekommen?"

Ja, hat er. Und es war ein absoluter Volltreffer. In den ersten Tagen sortierte er sie stundenlang und hat uns mit seinen recht eigenwilligen Spielregeln mitunter ziemlich gestresst ;-)


Janek beim Auspacken der Pokemon-Karten

Anfang Januar beschloss ich dann aus Gründen, deren Aufzählung zu weit führen würde, dass ich ihm nun doch erzähle, was es mit Weihnachtsmann, Nikolaus und Osterhase tatsächlich auf sich hat. In den ersten paar Sekunden, hätte ich mich selbst für diese Entscheidung ohrfeigen können, dann nämlich als ein kleiner Junge mit vor Trauer zuckenden Mundwinkeln und feuchten Augen auf meinem Schoß saß und mich enttäuscht anblickte. Doch nur eine halbe Minute später fand er das alles ganz toll und genoß es, zu erfahren, von wem all seine Geschenke stammten.
Besonders schön war für mich seine doppelte Freude über die Pokemon-Karten, hatte er doch noch Mamas Worte im Ohr "Ich kaufe dir so etwas nicht" und wusste, wieviel Überwindung mich das gekostet hatte.