Freitag, Dezember 28, 2007

Detektivspielen zur Vorweihnachtszeit

Ich gebe es zu.

Auch ich gehörte zu denjenigen, die sich sowohl am 22. und 23. als auch an Heiligabend selbst ins präweihnachtliche Supermarktgetümmel begab, aber im Gegensatz zu all den anderen Bekloppten hatte ich natürlich gute Ausreden Gründe. Ich kann mir ohnehin nichts Schöneres vorstellen, als 20 Minuten durchs Parkhaus zu kurven, um ein kuscheliges Plätzchen für mein Auto zu finden, mich dann an den gequälten Verkäufergesichtern im Kaufland vorbeizuquälen und dann wiederum 20 Minuten im Parkhaus-Stau zu stehen, weil die Ampel direkt vor der Ausfahrt nur drei Autos in zehn Minuten durchlässt. Und Kaninchen am Stück gab es auch keins mehr.

In solchen Momenten bereitet es mir große Freude, anderen Leuten den Moralspiegel vorzuhalten. Normalerweise schaffe ich es, die Klappe zu halten, wenn ein massiger 2-Meter-Mann mit seinem noch viel massigeren Cherokee-irgendwas-Geländewagen einen Frauenparkplatz belegt. Heiligabend jedoch stand mir der Sinn nach einer kleinen Unterhaltung mit eben diesem Herren.

Öhm, Sie wissen, dass Sie auf einem Frauenparkplatz stehen?

Ja, ich hole aber auch gerade meine Frau ab.

Ich schaue ihn schweigend an.

Sie parkt dann nachher auch aus,
fügt er hinzu, wohl weil er merkt, dass ich ihm nicht ein Wort glaube.

Letzten Endes muss ich ihn natürlich ziehen lassen, auch wenn mehr als klar ist, dass er entweder lügt und/oder ein gewaltiger Macho ist, der seiner Frau nicht zutraut, aus einer anderen Parklücke auszufahren. Und klar wie Kloßbrühe ist, dass er den Sinn und Zweck eines Frauenparkplatzes nicht verstanden hat. Leider steht bei Wikipedia auch, dass es keinen Rechtsanspruch auf derlei Parkplätze gibt und auch Machoschweine dort parken dürfen.

Wie gerne hätte ich mich auf die Lauer gelegt um zu sehen, ob er tatsächlich mit einer Frau zu seinem Wägelchen zurückkehrt. Aber das war mir dann doch zu blöd.

Donnerstag, Dezember 27, 2007

Mein aktueller Ohrwurm

Es hat eine Weile gedauert, bis ich herausgefunden habe, von wem der Song stammt, den ich bisher immer nur hören durfte, wenn mein Liebster "Fußballmananger 2006" spielte oder ganz selten auch einmal auszugsweise in Fernseh-Doku-Soap-Reportagen. Umso erhebender ist das Gefühl, wenn man ihn endlich gefunden hat.

Freitag, Dezember 14, 2007

Wunschzettel

Noch letzte Woche war ich der festen Überzeugung, dass Janek so langsam Zweifel an der Existenz des Weihnachtsmannes entwickelt. Aber anscheinend glaubt er doch noch fest an ihn, denn sonst hätte er sicher nicht seinen Wunschzettel - ohne es mir zu sagen - in seine Playmobil-Ritterburg gelegt und gewartet, dass der Weihnachtsmann den Wunschzettel abholt. Gestern Abend fragte mich mein Goldkind, warum denn der Wunschzettel noch immer in seiner Ritterburg liege. Öhm...

Heute morgen habe ich dann also Weihnachtsmannvertretung gespielt und den Wunschzettel unbemerkt aus dem Rittergefängnis befreit.
Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, wird verstehen, warum ich vor Rührung fast Tränen in den Augen hatte. Wenn ihm schon seine eigene Mutter nicht seinen grössten Wunsch erfüllt, muss er wohl höhere Mächte anflehen.