Samstag, April 28, 2007

Das Warten hat ein Ende

Ich bin ganz hibbelig. Denn wisst Ihr, was ich gerade mache? Mit Highspeed im Internet surfen. Und das von meinem eigenen Zuhause aus. War ja bisher nicht möglich, Stammleser kennen meinen "Leidensweg".

Es ist nicht etwas so, dass mein Vermieter/meine Wohnungsgenossenschaft nachgegeben und die Telekom ins Haus gelassen hat. Aber von deren Gunst bin ich ab sofort unabhängig.
Ich gehe nämlich (im Idealfall, falls die Leitungen es hergeben) mit HSDPA ins Netz, das ist eine schnellere Version von UMTS, mal ganz laienhaft ausgedrückt. Geschwindigkeiten von bis zu 3,6Mbit/s sind drin, was in etwa DSL2000 entspricht.

Und das allerbeste: ich kann meinen Zugang standortunabhängig überall in Deutschland nutzen, egal wo ich gerade bin. Ich muss nur meine Web´n´Walk Box Micro dabei haben und im besten Fall meinen eigenen Laptop. Bei dem tollen Wetter steht also einem Surfvergnügen unter freiem Himmel absolut nichts im Wege.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich im Moment bin. Ist halt irgendwie doch was anderes als mein müder ISDN-Zugang mit begrenzter Nutzungsdauer von 120 Stunden im Monat, die vorn und hinten nicht ausreichten. Nun bezahle ich nur ein wenig mehr, kann dafür aber so lange surfen, wie ich will. Datenvolumen bis 5 GB inklusive. Was will ich mehr....

Jetzt darf ich nur nicht vergessen, meinen Vertrag bei meinem alten Provider zu kündigen.

Mittwoch, April 25, 2007

Knut gucken

Am Montag haben wir uns in die Höhle des Löwen Bären gewagt und Knut im Berliner Zoo besucht. Ich hatte die Eintrittskarten extra schon vorher besorgt, aber das hätte ich mir sparen können. Es war ganz leer an den Kassen, und auch die Schlange vor Knuts Gehege hatte bei unserer Ankunft eine ganz humane Länge. Wir mussten etwa eine halbe Stunde anstehen, das war absolut ok. Hinter uns wurde es allerdings bedeutend voller. Gleich im zweiten Schub durften wir zum Star vorrücken und ihn acht Minuten lang bestaunen. Janek und ich durften sogar ganz nach vorn in die extra eingerichtete Kinderreihe.

Natürlich gab es Leute, die schimpften, weil die Kinder für ca. 2 Minuten die Sicht auf Knut versperrten. Der wurde von seinem Ziehvater Thomas Dörflein (der Name hat sich dank diverser TV-Berichte, in denen ständig sein Name fiel, in mein Gehirn tätowiert) während der acht Minuten an verschiedene Stellen der Anlage gelockt, damit auch wirklich jeder die Chance hatte, Knut zu sehen. Hat halt manchen immer noch nicht gereicht...

Fazit: süßer Kerl, der Knut

Und bevor jemand meckert: für den Medienhype kann ich auch nichts, und wenn ich keinen Knut-Fan zum Sohn hätte, hätte dieser Zoobesuch vermutlich auch nie stattgefunden. Was aber sehr schade gewesen wäre, denn es gab noch viel mehr süße Jungtiere zu bewundern: einen fünf Monate alten Malaien-Bären, für den sich kaum jemand interessiert, weil er (wie langweilig) nicht von seinen Eltern verstoßen wurde. Dann gab es noch kleine (Oster)hasen, Warzenschweine, Schafe, Rehe...

Mein Lieblingstierkind war im Affenhaus zu finden: ein Orang-Utan-Kleinkind (1 Jahr alt), dem es sichtlich Spaß bereitet hat, die Besucher zum Lachen zu bringen.


Fotos kann ich erst in etwa einer Woche nachliefern, wenn mein neuer PC kommt. Bin ich froh, dass ich wenigstens einmal im Leben - wie sagt man so schön - zeitnah Sicherungen meiner wichtigsten Daten gemacht habe. Just einen Tag später musste ich Windows komplett neu installieren und verbringe die Hälfte meiner Tage nun damit, alles wieder neu zu installieren und upzudaten, was ich dringend zum Arbeiten brauche. Und nächste Woche dann, wenn der neue PC hoffentlich bei mir eintrifft, geht das Ganze dann noch einmal von vorn los. Hoffentlich hält man alter wenigstens noch bis dahin durch.

Dienstag, April 03, 2007

Ellenbogen

Ich war gestern nicht nur wegen meines Autos unterwegs, sondern auch wegen Janek.

Er war am Samstag von einem Klettergerüst gefallen und hatte seitdem Schmerzen im linken Arm. Nach dem Sturz hat er den Arm eine Stunde lang nicht bewegt und saß schluchzend auf meinem Schoß. Dann war es aber wieder so in Ordnung, dass wir sogar mit den Fahrrädern zurück nach Hause fahren konnten. Allerdings fing er beim An- und Ausziehen immer wieder an zu weinen und so beschloss ich gestern früh, sicherheitshalber die Kinderärztin zu konsultieren. Diese schickte uns nach über einer Stunde Wartezeit zum Chirurgen, der entscheiden sollte, ob der Arm geröngt werden muss. Ich sah Janek schon mit Gipsarm vor mir. Doch schon fünf Minuten nach Betreten der Chirurgie-Praxis, sagte Janek er fühle sich wie neugeboren (klingt im Übrigen lustig aus dem Mund eines Fünfjährigen). Der Arzt hatte vermutet, dass ein Ellenbogengelenk rausgesprungen war. Er renkte es wieder ein (was für mich aussah, als wolle er den Arm sicherheitshalber doch noch brechen), und sofort war Janek absolut schmerzfrei - von seinem Schrei beim Einrenken selbst mal abgesehen. Gottseidank... Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass er sich nicht alternativ bei seinem besten Freund mit Scharlach angesteckt hat. Ihr werdet es erfahren...

Die Zahnfee hat das logistische Problem übrigens bravourös gelöst, in dem sie das Geschenk einfach ans Fußende des Bettes stellte. Komplizierter war es, den Zahn unter dem Kopfkissen hervorzuholen. Denn das Kind hatte sich genau auf die Stelle gelegt, wo der Zahn auf das Tauschgeschäft wartete.

Auto fängt mit Au an

(... sagt mein Vater immer, wenn mal wieder unvorhergesehene Kosten für den fahrbaren Untersatz anfallen.)

Alles fing ganz harmlos an: an einem der ersten schönen Frühlingstage in diesem Jahr fuhr ich mit offenem Fenster und hörte ein seltsames Klacken von links vorn. Hatte ich mir doch tatsächlich eine Schraube in den linken Vorderreifen gefahren, die beim Berühren der Straße das Klacken verursachte. Ein Freund schaute sich das Corpus Delicti an, zog an der Schraube, und schon konnte man hören, wie der Reifen Luft verlor. Hm. Ersatzrad dran und gestern zum Reifenservice gefahren ("die können dir den für 20 Euro reparieren"). Der Spaß hat mich am Ende 410 Euro gekostet. Beim Abbau der Reifen stellte sich nämlich heraus, dass die Vorderreifen auf der Innenseite aufgrund einer Achsfehlstellung so gut wie kein Profil mehr hatten. Neue Allwetterreifen und Achsausrichtung: 260 Euro. Ich hatte diese unerwartete Geldausgabe noch nicht ganz verkraftet, als (natürlich!) noch ein Aber des Reifenhändlers folgte. Die Bremsen seien total runter und müssten erneuert werden. Na prima. Ich habe das Auto unter anderem auch deshalb gekauft, weil mein alter Wagen sich zu einem reinen Geldgrab entwickelt hatte. Bei Reifen und Bremsen nutzt auch die schönste Gebrauchtwagengarantie des Händlers nichts - Verschleißteile ausgeschlossen. Ich fuhr zum Autohaus und klagte mein Leid. Neue Bremsen: 300 €, allerdings bekomme ich die aus Kulanzgründen für die Hälfte. Na toll, soll ich mich jetzt etwa noch freuen? Das Ärgerlichste an der Sache ist für mich, dass ich nicht wirklich einen Schuldigen benennen kann, der mir das alles bezahlt. Verkettung unglücklicher Umstände nennt man so etwas wohl...
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Heute wurde endlich meine Gastherme gewartet. Das hat sich auch zu einer stressigen Geschichte entwickelt, weil sich die Wartungsfirma bis heute Morgen geweigert hatte, die Wartung kostenlos durchzuführen, da es sich um eine Reklamation handelt. Als der Techniker sich aber heute die Therme anschaute, war ihm die Sache wohl sehr peinlich. Ganz eindeutig hatte sein Kollege bei der Reinigung Ende 2006 total geschlampt. Das Ding war toppdreckig und konnte daher gar nicht richtig funktionieren. Jetzt liegt der Kohlenmonoxid-Wert (zur Erinnerung: vorher über 3000 ppm) bei fantastischen 32 ppm. Entgegen der Aussage des Schornsteinfegers, der die Werte bemängelt hatte, war übrigens doch Kohlenmonixid ausgetreten. Ob ich deswegen in letzter Zeit verstärkt Kopfschmerzen hatte?

Knutegel


Letzte Woche bei TV Total: der Knutegel