Freitag, Dezember 28, 2007

Detektivspielen zur Vorweihnachtszeit

Ich gebe es zu.

Auch ich gehörte zu denjenigen, die sich sowohl am 22. und 23. als auch an Heiligabend selbst ins präweihnachtliche Supermarktgetümmel begab, aber im Gegensatz zu all den anderen Bekloppten hatte ich natürlich gute Ausreden Gründe. Ich kann mir ohnehin nichts Schöneres vorstellen, als 20 Minuten durchs Parkhaus zu kurven, um ein kuscheliges Plätzchen für mein Auto zu finden, mich dann an den gequälten Verkäufergesichtern im Kaufland vorbeizuquälen und dann wiederum 20 Minuten im Parkhaus-Stau zu stehen, weil die Ampel direkt vor der Ausfahrt nur drei Autos in zehn Minuten durchlässt. Und Kaninchen am Stück gab es auch keins mehr.

In solchen Momenten bereitet es mir große Freude, anderen Leuten den Moralspiegel vorzuhalten. Normalerweise schaffe ich es, die Klappe zu halten, wenn ein massiger 2-Meter-Mann mit seinem noch viel massigeren Cherokee-irgendwas-Geländewagen einen Frauenparkplatz belegt. Heiligabend jedoch stand mir der Sinn nach einer kleinen Unterhaltung mit eben diesem Herren.

Öhm, Sie wissen, dass Sie auf einem Frauenparkplatz stehen?

Ja, ich hole aber auch gerade meine Frau ab.

Ich schaue ihn schweigend an.

Sie parkt dann nachher auch aus,
fügt er hinzu, wohl weil er merkt, dass ich ihm nicht ein Wort glaube.

Letzten Endes muss ich ihn natürlich ziehen lassen, auch wenn mehr als klar ist, dass er entweder lügt und/oder ein gewaltiger Macho ist, der seiner Frau nicht zutraut, aus einer anderen Parklücke auszufahren. Und klar wie Kloßbrühe ist, dass er den Sinn und Zweck eines Frauenparkplatzes nicht verstanden hat. Leider steht bei Wikipedia auch, dass es keinen Rechtsanspruch auf derlei Parkplätze gibt und auch Machoschweine dort parken dürfen.

Wie gerne hätte ich mich auf die Lauer gelegt um zu sehen, ob er tatsächlich mit einer Frau zu seinem Wägelchen zurückkehrt. Aber das war mir dann doch zu blöd.

Donnerstag, Dezember 27, 2007

Mein aktueller Ohrwurm

Es hat eine Weile gedauert, bis ich herausgefunden habe, von wem der Song stammt, den ich bisher immer nur hören durfte, wenn mein Liebster "Fußballmananger 2006" spielte oder ganz selten auch einmal auszugsweise in Fernseh-Doku-Soap-Reportagen. Umso erhebender ist das Gefühl, wenn man ihn endlich gefunden hat.

Freitag, Dezember 14, 2007

Wunschzettel

Noch letzte Woche war ich der festen Überzeugung, dass Janek so langsam Zweifel an der Existenz des Weihnachtsmannes entwickelt. Aber anscheinend glaubt er doch noch fest an ihn, denn sonst hätte er sicher nicht seinen Wunschzettel - ohne es mir zu sagen - in seine Playmobil-Ritterburg gelegt und gewartet, dass der Weihnachtsmann den Wunschzettel abholt. Gestern Abend fragte mich mein Goldkind, warum denn der Wunschzettel noch immer in seiner Ritterburg liege. Öhm...

Heute morgen habe ich dann also Weihnachtsmannvertretung gespielt und den Wunschzettel unbemerkt aus dem Rittergefängnis befreit.
Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, wird verstehen, warum ich vor Rührung fast Tränen in den Augen hatte. Wenn ihm schon seine eigene Mutter nicht seinen grössten Wunsch erfüllt, muss er wohl höhere Mächte anflehen.

Mittwoch, November 21, 2007

Webtipp für Voyeure

Ich gebe es zu: ich liebe Wohnungen ohne Gardinen an den Fenstern. Besonders dann, wenn es fremde Wohnungen sind. Ich finde es unglaublich spannend abends an Häusern mit beleuchteten Fenstern vorbeizulaufen und durch einen kurzen Blick durch die Glasscheiben ein wenig fremdes Leben einsaugen zu können.

Meine eigene Wohnung hat auch nicht in allen Zimmern Gardinen, aber repräsentativ genug, um sie öffentlich zu Schau zu stellen, finde ich sie nicht. Vielleicht geht es Euch hier anders:

Sonntag, November 18, 2007

Ende gut...

Es ist unglaublich, aber Claudia ist seit gestern wieder zu Hause. Bei meinem Besuch im Krankenhaus vor eineinhalb Wochen hatte ich nicht daran geglaubt, dass sie je wieder die Alte wird. Sie war total wirr, hat sich verhalten wie ein kleines Kind, und wir hatten Zweifel, ob sie sich überhaupt daran erinnert, dass sie Kinder hat, weil sie vollkommen emotionslos reagiert hat, wenn wir sie darauf angesprochen oder ihr Fotos gezeigt haben.

Und gestern – sitzt sie da auf ihrem Sofa, die Haare auf dem Oberkopf noch ganz kurz, weil die wegen der OP abrasiert wurden, ein Auge noch ein wenig blau und eine Metallplatte in der linken Schulter (das Schlüsselbein ist total zertrümmert) – ansonsten war alles, als hätte es den Unfall nie gegeben. Sie wird noch eine lange Reha machen müssen, aber ambulant, so dass sie jeden Tag bei ihren Kindern sein kann.

Ich habe geweint vor Glück, als ich sie gestern so gesehen habe. Wir haben zusammen Sekt getrunken, sie hat schon wieder geraucht wie ein Schlot – was ich in diesem speziellen Fall wunderbar fand.

Freitag, November 02, 2007

Aufgewacht

Sie ist gestern aufgewacht und hat - wie es aussieht - ihr Erinnerungsvermögen nicht verloren. Sie erkennt jeden und möchte am liebsten nach Hause. Nun aber mal langsam mit den jungen Pferden...

Wie es weitergeht, steht in den Sternen.

Donnerstag, November 01, 2007

Claudia

Claudia ist vergangene Woche 27 Jahre alt geworden.
Ich habe noch ihre SMS auf meinem Handy, die sie mir am Abend vor ihrem Geburtstag schickte: "Feiere morgen nicht, holen das aber nach, sage dir dann noch Bescheid."

Claudia ist alleinerziehende Mutter von drei Töchtern, die wie Orgelpfeifen in die 1., 2. und 3. Klasse gehen. Sie wohnt mir gegenüber, in den Sommermonaten verbringen wir die Nachmittage oft gemeinsam auf unserem Hof, spielen Karten, während unsere Kinder herumtoben.

Montag wurde Claudia von einem Auto überfahren. Sie liegt schwer verletzt auf der Intensivstation, wacht einfach nicht auf, und niemand kann sagen, ob sie überlebt.

Sie soll es nur nicht wagen, sich vor ihrer Geburtstagsfeier zu drücken. Die holen wir nach.

Freitag, Oktober 19, 2007

Kate Nash -Foundations

I love it!

Dienstag, Oktober 09, 2007

Bestatterblog

Selten, dass mich ein Blog so mitgenommen hat.

Freitag, September 28, 2007

Manchmal kann das Leben ganz schön anstrengend sein

Ich mag mich täuschen, aber als ich in der ersten Klasse war, haben wir alleine für den Buchstaben A vier Wochen gebraucht.
Janek hat jetzt seine ersten vier Schulwochen hinter sich, und seine Lehrerin hat schon ein schlechtes Gewissen, weil die Parallelklassen schon viel weiter sind. Die anderen seien schon beim S, Janeks Klasse hat "erst" das A,E,O,M und L gelernt. Du meine Güte, was lastet heutzutage für ein Druck auf den Lehrern.

Unglaublich, was die Kleinen schon für ein Pensum schaffen müssen. Schon vom ersten Schultag an hat Janek fast jeden Tag Hausaufgaben auf, manchmal gleich in zwei Fächern parallel. Man merkt ihm und auch seinen Klassenkameraden deutlich an, dass sie von dem ganzen Neuen überfordert sind. Was die sich alles merken müssen, geht auf keine Kuhhaut.

Außerdem trainert Janek seit ein paar Wochen bei der G1-Jugend des VfB Einheit zu Pankow. Zweimal pro Woche Training, Samstags Spiele... das macht Spaß, schlaucht aber auch ungemein. Das gilt für Kind und Mama. Ich verbringe die gefühlte Hälfte meiner Wochen inzwischen auf dem Fußballplatz... während zu Hause oftmals meine Arbeit liegen bleiben muss.

Goldig - anders kann man es einfach nicht nennen - sind die Spiele gegen andere Mannschaften. Die Regeln lernen die Kinder so nebenher, richtig streng wird das sowieso nicht gesehen. Das ist ein lustiges Chaos auf dem Platz, aber trotzdem fallen Tore. Für Pankow leider noch zu wenige. Während die Kids sich teilweise schon wie die Profis aufführen (inklusive Schwalben und laut gebrüllten Anweisungen wie "Ich bin frei"), rennen sie in den Halbzeitpausen zu ihren Müttern und Vätern, um die Schnursenkel nachbinden zu lassen. Oder sind es eher die Eltern, die ihre Kinder nicht ganz loslassen können?

Am vergangenen Samstag war die gesamte Mannschaft inklusive Mamas, Papas und - in meinem Fall auch dem Freund der Mama - im Olympiastadion beim Spiel Hertha gegen Dortmund. Kurzzusammenfassung: Bombenwetter, Bombenstimmung.
____________________________________________________

Zeit, um in mich zu gehen, bleibt also recht wenig. Aber um den Wert meiner Sünden auszurechnen, habe ich mir doch ein paar Minuten genommen.
Das für mich doch recht erschreckende Ergebnis: 761 Euro. Und ich dachte immer, ich sei ganz brav.

Mittwoch, September 19, 2007

Samstag, September 15, 2007

Freitag, September 14, 2007

Prost Mahlzeit

Dem Großteil der Bildzeitungsleser traue ich ja viel zu.

Aber dass die aktuellen Leserbriefe zum Fall Eva Herman tatsächlich den Durchschnitt der Meinungen darstellen sollen, erschüttert mich. Da kann die Bild-Redaktion noch so sehr von "überaus unterschiedlichen Meinungen" sprechen.

Und an dieser Stelle wiederhole ich mich gerne: Bildblog lesen!

Dienstag, September 11, 2007

Glückstag?

Gerade habe ich unserem Schornsteinfeger die Kellertür geöffnet, für die er keinen eigenen Schlüssel hat.
Sein Dankeschön: "Dafür haben Sie heute besonders viel Glück verdient".

Schau´n wir mal.

Ein wenig mulmig ist mir ja angesichts des heutigen Datums schon. Auch wenn von diversen Fachleuten gesagt wird, dass für Terroristen ein bestimmtes Datum zur Ausübung ihrer Attentate eher unwichtig ist, bleibt ein ungutes Gefühl. Und wenn heute nichts passiert, sich alle erleichtert zurücklehnen, dann vielleicht morgen...?
Als die ersten Meldungen und Bilder am 11. September 2001 in den Nachrichten kamen, war Janek drei Monate alt und quietschte fröhlich auf meinem Schoß, während ich fassungslos auf den Bildschirm starrte. Jetzt ist er sechs Jahre alt und wollte von mir wissen, warum die Menschen in der Spiegel-TV-Reportage aus dem Fenster springen, obwohl sie wissen, dass sie den Sprung nicht überleben. Erklärt das mal einem Kind, noch dazu mit einem Kloß im Hals.

Montag, September 10, 2007

Kein vorübergehender Kelch

Ich hatte so sehr gehofft, dass der Pokemon-Karten-Kelch an mir, genaugenommen also meinem Sohn, vorübergeht. Das war´s dann wohl...

Gerade mal eine Woche Schule, und schon schmeisst er mir Begriffe wie Pikachu, Energie-Punkte und Pflanzen-Pokemon an den Kopf und erklärt mir, dass ein 70er Feuer-Pokemon (Schwäche: Wasser) immer stärker ist als ein 90er Pflanzenpokemon.
Sein Freund aus dem Kindergarten, mit dem er den Klassenraum, aber zu meiner großen Erleichterung wenigstens nicht die Schulbank teilt, hat ihm schon zwei seiner Pokemon-Sammelkarten geschenkt; und nun kam, was kommen musste: Janek möchte ganz unbedingt auch Pokemon-Karten sammeln.

Die Faszination an der ganzen Geschichte ist mir nicht ganz klar, und ich überlege, ob ich in auf die Taschengeld-Phase vertrösten soll. Deren Start liegt für mich eigentlich noch in weiter Ferne.



Auf einer der Energie-Karten steht:
"Search your deck for a basic Energy card, show it to your opponent, and put it into your hand. Shuffle your deck afterward."
Nun sitze ich hier und verstehe kein Wort. Und das liegt nicht daran, dass die Karteninschrift in englischer Sprache aufgedruckt ist...

Ich werde dann wohl doch langsam alt

Dienstag, September 04, 2007

Schulkind


Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Janek (und auch ich) musste sich tränenreich von seiner Kindergartenzeit verabschieden, und am Samstag, 01. September war der Tag gekommen, auf den ich mich gefreut und vor dem ich mich gleichzeitig gefürchtet hatte: seine Einschulung. Es war wunderschön, aber auch verdammt seltsam, sein Baby mit Schulranzen und Zuckertüte bewaffnet zu sehen.

Bisher macht ihm die Schule Spaß, von Schüchternheit (fast) keine Spur, und alles läuft soweit rund. Nur an das für mich frühe Aufstehen um 6 Uhr muss ich mich noch gewöhnen.

Tears Dry on Their Own - Amy Winehouse (new clip)

Dienstag, August 21, 2007

Jose Gonzalez - Heartbeats

Wenn mir jemand sagen kann, wo ich diesen Song (natürlich kostenpflichtig) herunterladen kann, möge bitte sein Wissen mit mir teilen!

Echt Magisch - DAVID CHESTERFIELD

Mittwoch, Juli 11, 2007

Donnerstag, Juli 05, 2007

Heute kann es regnen, stürmen oder schneien...

Ich danke dem Wettergott so sehr für den vergangenen Dienstag. Janeks 6. Geburtstag beschäftigte mich schon seit Tagen, und einigermaßen gutes Wetter (sprich: kein Regen) würde die Angelegenheit enorm erleichtern. Die Vorhersagen klangen nicht wirklich gut.

Insgesamt neun Kinder, eine Freundin und ich zogen am Dienstag Nachmittag vom Kindergarten zum Berliner Hauptbahnhof, wo eine kindgerechte Führung auf uns wartete. Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Unser Bahnhofsreiseleiter hat uns eineinhalb Stunden durch den Bahnhof geführt, auch in Gebiete, die normalerweise für Unbefugte nicht zugänglich sind. Wir waren befugt, durften uns sogar eine Gefangenenzelle bei der Bundespolizei anschauen (das war für einige der Kinder wohl der absolute Höhepunkt). Von kleinen Querelen ("ich muss mal", "ich hab Hunger") und diversen Zwischenrufen ("Du da im blauen Hemd, ich habe da mal eine Frage"), lief alles super.
Das Wetter hielt, wir konnten sogar im Geschichtspark picknicken, ein Tipp, den wir ebenfalls von "dem da im blauen Hemd" bekommen hatten. Wie für unsere Zwecke geschaffen, gab es da neben einem unglaublichen gepflegten ehemaligen Gefängnispark ein paar Steine, die sich als idealer Tischersatz fürs Picknick erwiesen. Micky Maus-Tischdecke drauf, Muffins, Brownies und CapriSonne verteilt, und das Glück der Kinder war riesengroß.

Hatte ich vorher Panik, dass wir viel zu viel Zeit totschlagen und bei Regen in der Kinderecke von McDonalds versauern müssen, reichte es am Ende sogar nur für neun Happy Meals To Go und zwei Kaffee für die gestressten Mütter. Es war für die anderen Fahrgäste sicher ein erhebendes Erlebnis, mit anzusehen, wie ich in der S-Bahn versuchte, die Happy Meal-Tüten wunschgemäß zu verteilen. Natürlich wollte ja jedes Kind etwas anderes. Und dass Selters und Sprite in Pappbechern exakt gleich aussehen, machte die Angelegenheit auch nicht einfacher.

Meine Freundin und ich waren vollkommen erschlagen, als wir zu Hause ankamen und alle kleinen Gäste wieder wohlbehalten übergeben waren. Punkt 18:30 Uhr, zum vereinbarten Abholtermin, fing es an zu regnen.

Ein glücklicher 6-Jähriger, der um halb 10 totmüde in die Kissen sank und seufzte: "Danke Mama, das war ein wunderschöner Geburtstag", war alle Mühen wert.

Und danke an Herrn Reikowski mit dem blauen Hemd...
und an meine Freundin Steffi, die mich überhaupt erst auf die Idee mit der Bahnhofsführung gebracht hat

Dienstag, Juni 26, 2007

Mittwoch, Juni 13, 2007

Mein erstes Stöckchen

Schon das Wort ´Blog´ allein zaubert beim Großteil der Menschheit wohl noch ein Fragezeichen ins Gesicht. Und selbst wenn man weiß, was ein Blog ist, wenn man sogar selbst einen hat, lernt man immer wieder neue geheimnisvolle Wörter und seltsame Traditionen kennen. Nun bin ich also getaggt, habe ein Stöckchen zugeworfen bekommen, darf also im Prinzip ähnliche Dinge über mich aufschreiben, die zu meinen Schulzeiten in ein so genanntes Steckbriefheft gekritzelt wurden und dort für alle Ewigkeit an geliebte und weniger geliebte Schulkameraden erinnern. Nun also online...

Und darum geht es:

1. I have to post these rules before I give you the facts.
2. Each player starts with eight random facts/habits about themselves.
3. People who are tagged need to write their own blog about their eight things and post these rules.
4. At the end of your blog, you need to choose eight people to get tagged and list their names.
5. Don’t forget to leave them a comment telling them they’re tagged, and to read your blog.


Das Stöckchen habe ich ihr zu verdanken.

Hier also acht ultimativ aufregende, absolut neue Informationen über mich (wer mich persönlich kennt, weiß das meiste eh schon):

1. Ich hasse Styropor.

2. Ich liebe den Geruch von alten Kellern. Gestern stellte ich voller Freude fest, dass auch mein Sohn diese Macke von mir geerbt hat. Der wohl erste Mensch, der mich diesbezüglich verstehen kann.

3. Ich habe gestern vergessen, den Resteauffangbehälter an meinem Entsafter anzubringen, bevor ich Nektarinen, Weintrauben, Äpfel und Bananen auspresste.

4. Unpünktlichkeit ist eine der Eigenschaften, die mir Menschen wirklich unsympathisch machen können. Und damit meine ich nicht die trottelige Form von Unpünktlichkeit, die bei jedem Mensch mal vorkommen kann, sondern die selbstüberzeugte, vorsätzliche Unpünktlichkeit á la "Ohne mich fängt hier eh keiner an". Wenn man sich dann aufregt - und darüber kann ich mich sehr aufregen - wird man vielleicht noch als hysterische Zicke eingeordnet.

5. Ich lese bei fast jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit. Besonders gerne auf dem Klo und während des Zähneputzens. Heute morgen wäre mir fast die einzige autorisierte Robbie-Williams-Biografie ins Waschbecken gefallen, was mich kurzzeitig am Sinn meiner Lesemanie zweifeln ließ.
Da ich meine Post immer in der Filiale aus meinem Postfach hole, sieht man mich auch des öfteren lesend auf dem Heimweg. Und ich bin dabei noch nie hingefallen.

6. Ich liebe Veränderungen. Wo andere rummotzen, weil sie Dank neuer Vorschriften, Techniken oder innovativen Neuerungen aus ihrem gewohnten Trott kommen, freue ich mich in der Regel. Es sei denn, es gibt wirklich Grund zum Meckern, weil die Neuerungen negative Folgen haben.

7. Ich fühle Aggressionen in mir hochkochen, wenn ich das Wort "Duschtasse" hören muss.

8. Ich bin - bis auf wenige Ausnahmen - dauerglücklich.


Nun zur Kür. Ich darf das Stöckchen weiterwerfen. Das tue ich mit Freuden, und zwar an:

Steffi aus München
Die Dame mit dem schönsten Nachnamen der Welt
Meine Lieblingsdiva
Mara
Alexander
Travelteddy
CapriTonne, in dem Wissen, dass eh keine Antwort kommt
Hotelblogger




Notiz: Herausfinden woher die Bezeichung Stöckchen kommt...

Zuckertütenfest

Zwar ist es noch ein paar Wochen hin, aber mangels Terminalternativen hatte Janek sein Kindergartenabschlussfest schon am vergangenen Wochenende. Neben Dampferfahrt und Übernachtung im Kindergarten war der Höhepunkt am Sonntagmorgen um kurz nach neun Uhr (in Anwesenheit der entsprechend müde dreinschauenden Eltern) die Übergabe kleiner Schultüten. Dafür mussten die Kinder Fragen beantworten, und wer am schnellsten war, bekam zuerst seine Zuckertüte.

Irgendwann gingen den Erziehern die Fragen aus, und so half eine Mutter: "Wann ist Einschulung?". Die Kinder schauten ratlos vor sich hin - abgesehen von denjenigen, die bereits ins Auspacken ihrer Schultüten vertieft waren.

Irgendwann kam doch eine vorsichtige Antwort: "Am zehnten Sommer?"

P.S. Die richtige Antwort ist "01. September".

Sonntag, Juni 03, 2007

Sturmfreie Bude

Eigentlich bin ich immer mit irgendetwas beschäftigt. Nichts liegt mir ferner als Langeweile. Im Gegenteil: gerade, wenn ich richtig viel zu tun habe, fallen mir genügend Dinge ein, die ich tun möchte, wenn ich mal so richtig Zeit habe.

Nun sitze ich ganz allein in meiner Wohnung, Janek ist seit einer Woche verreist und mein Liebster kann mir auch keine Gesellschaft leisten, weil er auf einer Geschäftsreise ist.

Was hatte ich für Pläne für diese sturmfreien Tage: richtig lange schlafen, Computerspiele bis mir die Augen zufallen, Fernsehen, meine Firmenhomepage aktualisieren, da ich dafür Zeit und Ruhe brauche, stundenlang im Internet surfen, lesen, einige der etwa zwanzig DVDs anschauen, die in den letzten Monaten zwar gekauft wurden, aber noch originalverpackt in meinem Schrank liegen.

Und so sieht die Realität aus: morgens um sieben aufwachen, nachts unruhig schlafen, weil ich nie gut schlafe, wenn ich allein bin (trotz meiner 31 Jahre habe ich Angst im Dunkeln), mich durchs Fernsehprogramm zappen, aber selbst bei meinen Lieblingssendungen keine Ausdauer zeigen, mit dem Laptop auf dem Schoß auf dem Sofa sitzen oder liegen, gar nicht richtig angezogen, wofür auch...
Alle paar Stunden stehe ich auf, um mir ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu schieben, was sonst auch nicht meine Art ist. Mein Rücken tut schon weh vom vielen Liegen.

Hoffentlich ist bald wieder Leben in der Bude...

Mittwoch, Mai 30, 2007

Ich stehe hier am Mittelmeer...

... und habe keine Mittel mehr.

Einmal pro Woche erhalten Reisebüros die so genannte INFOX, eine Art Sammelpost mit Informationen verschiedener Veranstalter, Fluggesellschaften, Reedereien usw.

In der letzten Ausgabe versucht ein Fährenanbieter, seine Dienste in einem Hochglanz-Flyer anzupreisen. Gleich im ersten Satz heisst es da:

Egal ob Mittelmehr, Nordsee oder Ostsee, wir bieten/haben fast alle Reedereien.

Wer hat die schönste Niere?

Ich lasse den folgenden Link einfach mal kommentarlos hier stehen: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6833032_REF3,00.html

Dienstag, Mai 22, 2007

Land der Frühaufsteher

Wenn man über die Autobahn in meine alte Heimat Sachsen-Anhalt fährt, wird man an der Landesgrenze mit dem stolzen Hinweis "Willkommen im Land der Frühaufsteher" begrüsst. Das liegt wohl daran, dass lt. Statistik die Sachsen-Anhalter im Durchschnitt neun Minuten früher aufstehen als der Rest der Deutschen.

Würde ich noch in Sachsen-Anhalt wohnen, wäre dieser Rekord vermutlich nicht möglich, weil ich den Durchschnitt total versauen würde. Ich musste zwar zu Schulzeiten auch fürchterlich früh aufstehen, weil um 7 Uhr die Schule anfing und ich ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde Weg einplanen musste.
Aber stolz war ich darauf nie...

Samstag, April 28, 2007

Das Warten hat ein Ende

Ich bin ganz hibbelig. Denn wisst Ihr, was ich gerade mache? Mit Highspeed im Internet surfen. Und das von meinem eigenen Zuhause aus. War ja bisher nicht möglich, Stammleser kennen meinen "Leidensweg".

Es ist nicht etwas so, dass mein Vermieter/meine Wohnungsgenossenschaft nachgegeben und die Telekom ins Haus gelassen hat. Aber von deren Gunst bin ich ab sofort unabhängig.
Ich gehe nämlich (im Idealfall, falls die Leitungen es hergeben) mit HSDPA ins Netz, das ist eine schnellere Version von UMTS, mal ganz laienhaft ausgedrückt. Geschwindigkeiten von bis zu 3,6Mbit/s sind drin, was in etwa DSL2000 entspricht.

Und das allerbeste: ich kann meinen Zugang standortunabhängig überall in Deutschland nutzen, egal wo ich gerade bin. Ich muss nur meine Web´n´Walk Box Micro dabei haben und im besten Fall meinen eigenen Laptop. Bei dem tollen Wetter steht also einem Surfvergnügen unter freiem Himmel absolut nichts im Wege.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich ich im Moment bin. Ist halt irgendwie doch was anderes als mein müder ISDN-Zugang mit begrenzter Nutzungsdauer von 120 Stunden im Monat, die vorn und hinten nicht ausreichten. Nun bezahle ich nur ein wenig mehr, kann dafür aber so lange surfen, wie ich will. Datenvolumen bis 5 GB inklusive. Was will ich mehr....

Jetzt darf ich nur nicht vergessen, meinen Vertrag bei meinem alten Provider zu kündigen.

Mittwoch, April 25, 2007

Knut gucken

Am Montag haben wir uns in die Höhle des Löwen Bären gewagt und Knut im Berliner Zoo besucht. Ich hatte die Eintrittskarten extra schon vorher besorgt, aber das hätte ich mir sparen können. Es war ganz leer an den Kassen, und auch die Schlange vor Knuts Gehege hatte bei unserer Ankunft eine ganz humane Länge. Wir mussten etwa eine halbe Stunde anstehen, das war absolut ok. Hinter uns wurde es allerdings bedeutend voller. Gleich im zweiten Schub durften wir zum Star vorrücken und ihn acht Minuten lang bestaunen. Janek und ich durften sogar ganz nach vorn in die extra eingerichtete Kinderreihe.

Natürlich gab es Leute, die schimpften, weil die Kinder für ca. 2 Minuten die Sicht auf Knut versperrten. Der wurde von seinem Ziehvater Thomas Dörflein (der Name hat sich dank diverser TV-Berichte, in denen ständig sein Name fiel, in mein Gehirn tätowiert) während der acht Minuten an verschiedene Stellen der Anlage gelockt, damit auch wirklich jeder die Chance hatte, Knut zu sehen. Hat halt manchen immer noch nicht gereicht...

Fazit: süßer Kerl, der Knut

Und bevor jemand meckert: für den Medienhype kann ich auch nichts, und wenn ich keinen Knut-Fan zum Sohn hätte, hätte dieser Zoobesuch vermutlich auch nie stattgefunden. Was aber sehr schade gewesen wäre, denn es gab noch viel mehr süße Jungtiere zu bewundern: einen fünf Monate alten Malaien-Bären, für den sich kaum jemand interessiert, weil er (wie langweilig) nicht von seinen Eltern verstoßen wurde. Dann gab es noch kleine (Oster)hasen, Warzenschweine, Schafe, Rehe...

Mein Lieblingstierkind war im Affenhaus zu finden: ein Orang-Utan-Kleinkind (1 Jahr alt), dem es sichtlich Spaß bereitet hat, die Besucher zum Lachen zu bringen.


Fotos kann ich erst in etwa einer Woche nachliefern, wenn mein neuer PC kommt. Bin ich froh, dass ich wenigstens einmal im Leben - wie sagt man so schön - zeitnah Sicherungen meiner wichtigsten Daten gemacht habe. Just einen Tag später musste ich Windows komplett neu installieren und verbringe die Hälfte meiner Tage nun damit, alles wieder neu zu installieren und upzudaten, was ich dringend zum Arbeiten brauche. Und nächste Woche dann, wenn der neue PC hoffentlich bei mir eintrifft, geht das Ganze dann noch einmal von vorn los. Hoffentlich hält man alter wenigstens noch bis dahin durch.

Dienstag, April 03, 2007

Ellenbogen

Ich war gestern nicht nur wegen meines Autos unterwegs, sondern auch wegen Janek.

Er war am Samstag von einem Klettergerüst gefallen und hatte seitdem Schmerzen im linken Arm. Nach dem Sturz hat er den Arm eine Stunde lang nicht bewegt und saß schluchzend auf meinem Schoß. Dann war es aber wieder so in Ordnung, dass wir sogar mit den Fahrrädern zurück nach Hause fahren konnten. Allerdings fing er beim An- und Ausziehen immer wieder an zu weinen und so beschloss ich gestern früh, sicherheitshalber die Kinderärztin zu konsultieren. Diese schickte uns nach über einer Stunde Wartezeit zum Chirurgen, der entscheiden sollte, ob der Arm geröngt werden muss. Ich sah Janek schon mit Gipsarm vor mir. Doch schon fünf Minuten nach Betreten der Chirurgie-Praxis, sagte Janek er fühle sich wie neugeboren (klingt im Übrigen lustig aus dem Mund eines Fünfjährigen). Der Arzt hatte vermutet, dass ein Ellenbogengelenk rausgesprungen war. Er renkte es wieder ein (was für mich aussah, als wolle er den Arm sicherheitshalber doch noch brechen), und sofort war Janek absolut schmerzfrei - von seinem Schrei beim Einrenken selbst mal abgesehen. Gottseidank... Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass er sich nicht alternativ bei seinem besten Freund mit Scharlach angesteckt hat. Ihr werdet es erfahren...

Die Zahnfee hat das logistische Problem übrigens bravourös gelöst, in dem sie das Geschenk einfach ans Fußende des Bettes stellte. Komplizierter war es, den Zahn unter dem Kopfkissen hervorzuholen. Denn das Kind hatte sich genau auf die Stelle gelegt, wo der Zahn auf das Tauschgeschäft wartete.

Auto fängt mit Au an

(... sagt mein Vater immer, wenn mal wieder unvorhergesehene Kosten für den fahrbaren Untersatz anfallen.)

Alles fing ganz harmlos an: an einem der ersten schönen Frühlingstage in diesem Jahr fuhr ich mit offenem Fenster und hörte ein seltsames Klacken von links vorn. Hatte ich mir doch tatsächlich eine Schraube in den linken Vorderreifen gefahren, die beim Berühren der Straße das Klacken verursachte. Ein Freund schaute sich das Corpus Delicti an, zog an der Schraube, und schon konnte man hören, wie der Reifen Luft verlor. Hm. Ersatzrad dran und gestern zum Reifenservice gefahren ("die können dir den für 20 Euro reparieren"). Der Spaß hat mich am Ende 410 Euro gekostet. Beim Abbau der Reifen stellte sich nämlich heraus, dass die Vorderreifen auf der Innenseite aufgrund einer Achsfehlstellung so gut wie kein Profil mehr hatten. Neue Allwetterreifen und Achsausrichtung: 260 Euro. Ich hatte diese unerwartete Geldausgabe noch nicht ganz verkraftet, als (natürlich!) noch ein Aber des Reifenhändlers folgte. Die Bremsen seien total runter und müssten erneuert werden. Na prima. Ich habe das Auto unter anderem auch deshalb gekauft, weil mein alter Wagen sich zu einem reinen Geldgrab entwickelt hatte. Bei Reifen und Bremsen nutzt auch die schönste Gebrauchtwagengarantie des Händlers nichts - Verschleißteile ausgeschlossen. Ich fuhr zum Autohaus und klagte mein Leid. Neue Bremsen: 300 €, allerdings bekomme ich die aus Kulanzgründen für die Hälfte. Na toll, soll ich mich jetzt etwa noch freuen? Das Ärgerlichste an der Sache ist für mich, dass ich nicht wirklich einen Schuldigen benennen kann, der mir das alles bezahlt. Verkettung unglücklicher Umstände nennt man so etwas wohl...
---------------------------------------------

Heute wurde endlich meine Gastherme gewartet. Das hat sich auch zu einer stressigen Geschichte entwickelt, weil sich die Wartungsfirma bis heute Morgen geweigert hatte, die Wartung kostenlos durchzuführen, da es sich um eine Reklamation handelt. Als der Techniker sich aber heute die Therme anschaute, war ihm die Sache wohl sehr peinlich. Ganz eindeutig hatte sein Kollege bei der Reinigung Ende 2006 total geschlampt. Das Ding war toppdreckig und konnte daher gar nicht richtig funktionieren. Jetzt liegt der Kohlenmonoxid-Wert (zur Erinnerung: vorher über 3000 ppm) bei fantastischen 32 ppm. Entgegen der Aussage des Schornsteinfegers, der die Werte bemängelt hatte, war übrigens doch Kohlenmonixid ausgetreten. Ob ich deswegen in letzter Zeit verstärkt Kopfschmerzen hatte?

Knutegel


Letzte Woche bei TV Total: der Knutegel



Sonntag, März 25, 2007

Logistische Probleme

Wie bekommt man ein großes Paket unter ein kleines Kopfkissen?

Janeks Wackelzahn war schon zwei Tage nach dem Entdecken Geschichte. Wir waren beim Geburtstag meiner Oma in Halle, als Janek plötzlich nicht nur Kuchenkrümel, sondern auch seinen Zahn auf der Zunge liegen hatte. Beinahe hätte er ihn verschluckt, weil die Rausfall-Prozedur so schmerzfrei vonstatten ging, dass er nicht das Geringste gespürt hatte.

Nun hat mein Sohn also seine erste Zahnlücke.

In meiner Kindheit gab es die Zahnfee anscheinend noch nicht, aber zu Janek wird sie heute Nacht kommen, seinen Zahn, den er in ein kleines Säckchen aus blauem Samt gesteckt hat, mitnehmen und stattdessen ein kleines Geschenk unter Janeks Kopfkissen legen.
Naja, das ist die Theorie. Aber dummerweise ist das Geschenk ein wenig größer.
Ach, soll die olle Zahnfee doch zusehen, wie sie das hinbekommt.

Donnerstag, März 22, 2007

Wackelzahn

So viel Zeit muss sein:

Janek hat seinen ersten Wackelzahn. Sogar auf so etwas kann man als Mutter stolz sein (ich bin es zumindest), schon komisch...

Montag, März 05, 2007

Von Viren und Kindern

Nö, Janek ist nicht krank (und das obwohl im Kindergarten Scharlach und Ringelröten parallel grassieren).

Mein PC ist krank. Die letzte Woche habe ich fast ausschließlich vor dem PC verbracht. Ich höre euch schon schreien: und wieso hast du dann nicht endlich mal wieder was für deinen Blog getan?
Nun, das lag daran, dass ich die meiste Zeit wartend, fluchend oder heulend vor dem PC saß. Es begann relativ harmlos: meine Online-Verbindung brach immer öfter zusammen. Und zwar nicht so, dass ich plötzlich offline war, sondern dass der PC zwar nach wie vor Daten sendete, aber keine mehr empfing, was sowohl normales Surfen und E-Mail-Empfang als auch meine Arbeit nahezu unmöglich machte. Diverse Internetforen brachten alle eine und das selbe Ergebnis: unbedingt den PC auf Viren und Trojaner checken! Und siehe da: mein mit einer jährlichen Gebühr nicht unbedingt günstiges Antivirenprogramm von Norton hatte ohne Visum und Passkontrolle einen Trojaner und zwei Viren auf meinen PC gelassen. Einfach eine andere Antiviren-Software runterzuladen, war auch ein schwieriges Unterfangen, denn inzwischen hielt die Verbindung (nach Neueinwahl ging es immer für einen Moment) zeitweise maximal zwei bis fünf Minuten. Meinen Stammlesern dürfte inzwischen bekannt sein, dass ich mangels DSL bedeutend mehr Zeit im Internet verbringen muss, um ein an und für sich lächerliche 10 MB großes Programm runterzuladen. Wenn dann noch ständig die Verbindung zusammenbricht und man den Download deswegen immer wieder neue starten muss, kann einen das an den Rand des Wahnsinns treiben.

Inzwischen läuft der PC wieder halbwegs, aber so alle 1-2 Stunden fliege ich dennoch in schöner Regelmäßigkeit aus dem Netz. Der Vorschlag eines EDV-Experten traf bei mir nicht auf sonderlich große Begeisterung: das komplette Betriebssystem neu zu installieren. Ich hoffe, das wird nicht nötig sein.

Ansonsten die letzten zwei Wochen in Kurzform: Schulranzen für Janek im Scout-Outlet in Berlin-Spandau gekauft (seitdem freut er sich wieder richtig auf die Schule), mehrfach netten Besuch gehabt und Big Brother geschaut (Gnade!). Mangels PC-Gesundheit schaffte ich es auch endlich mal wieder, ein paar längst fällige Filme im TV und auf DVD anzuschauen. Dazu komme ich sonst äusserst selten. Darunten der wunderbare Film "Die Kinder des Monsieur Mathieu" und der total unlogische, aber dennoch ganz nette Film "Haus am See" mit Keanu Reeves und Sandra Bullock.

Und nicht zuletzt ist mein "DSL-Fall" in der Zeitung gelandet (Danke Steffi!). Ein positives Ergebnis gibt es aber immer noch nicht... Ich wurschtel mich also bis auf Weiteres ohne DSL durchs (virtuelle) Leben.

Mittwoch, Februar 21, 2007

Geist und Körper

Meine Wohnung wird mit Gas beheizt. Einmal pro Jahr sollte man die Gastherme warten lassen, damit alles einwandfrei funktioniert und man nicht irgendwann mit einer Kohlenmonoxidvergiftung im Krankenhaus oder gar unter der Erde landet.
Ich wohne seit drei Jahren in meiner Wohnung. Einmal pro Jahr kommt der Schornsteinfeger, der die Abgaswerte überprüft und bis letztes Jahr auch nichts zu beanstanden hatte. Und das, obwohl ich die empfohlenen Wartungsintervalle nicht eingehalten hatte.
Etwa im November 2006 habe ich mich dann aber endlich gekümmert und einen Wartungsdienst ins Haus geholt, der die Geräte gesäubert, kontrolliert und nachjustiert hat.

Gerade war der Schornsteinfeger wieder da.

Der gesetzlich maximal zulässige Kohlenmonoxid-Wert liegt bei 1000 ppm (was auch immer das genau heisst). Die Therme im Bad hat um die 600, was also ok ist.
Der Wert in der Küche: über 3300 ppm !!!. Meine Gastherme ist also sozusagen durchgefallen. Ob das auch passiert wäre, wenn ich die Wartung um ein weiteres Jahr verschoben hätte?

Komischerweise ist mir seit dem Besuch des Schornsteinfegers ganz schwindelig zumute. Erstaunlich, wie das Gehirn doch Alarm schlagen und gleich den Körper in Mitleidenschaft ziehen kann, der doch bisher ganz fit war...

P.S. Der Wartungsdienst ist bereits informiert.

Dienstag, Februar 13, 2007

Cowboys mit Schminke

Der Kindergarten lässt uns Eltern am Leben der Kinder während unserer Abwesenheit teilhaben, indem hin und wieder Berichte über besondere Ereignisse an der Pinnwand hängen.

Gestern wurden die Kinder gefragt, als was sie sich zum bevorstehenden Faschingsfest verkleiden werden. Da kamen die klassischen Antworten von der Prinzessin über den Polizisten (Janek) bis hin zu Superman. Aber da gab es auch das:

Gian:

"Ich gehe als Cowboy ohne Schminke".
Daraufhin Max:
"Ich auch, aber mit Schminke".
Warum musste ich spontan an "Brokeback Mountain" denken, als ich das las?

Donnerstag, Februar 01, 2007

Cooles Kind

Janek hat übrigens ziemlich erstaunt darüber gezeigt, warum sich seine gesamte Familie so sehr über sein frisch erworbenes Seepferdchen freut. Als mein Liebster ihm morgens vor dem Schwimmkurs die Daumen drücken wollte, sagte Janek: "Das brauchst du nicht. Ich habe doch gesagt, dass ich das Seepferdchen heute mache".

Nachmittags bin ich dann wie ein kleines Kind um ihn herumgehüpft und musste ihn öfters knutschen, weil ich mich so gefreut habe. "Mama, warum freust du dich denn so doll?" ..... Zehn Minuten später: "Ach Mama, freu dich doch bitte nochmal so schön!"

Media-Markt gibt sich empört

Die "Geiz ist geil"-Kampagne versaut Deutschland und ist für mich einer der Gründe, warum ich den Media-Markt und andere ähnlich werbende Geschäfte möglichst meide.
Nun wurde ein Internetuser von Media-Markt angezeigt, weil er es doch tatsächlich gewagt hat, deren Werbung zu parodieren. Sowas aber auch...

Mittwoch, Januar 31, 2007

Mein Goldkind

Natürlich hat er es geschafft.

Nun stehe ich vor der Frage, ob ich das Abzeichen wirklich an die Badehose nähen sollte. Immerhin besitzt er nicht nur eine. Mein Gott, vor welchen Problemen eine Mutter manchmal steht...

Seepferdchen

Janek hatte heute im Schwimmkurs seine Seepferdchen-Prüfung. Ich bin so gespannt, ob er es geschafft hat, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann. Was soll das erst werden, wenn er eines Tages so richtig wichtige Prüfungen hat?

Der Kurs findet ohne Anwesenheit der Eltern statt, und da es ist für mich irgendwie noch unvorstellbar, dass sich mein Sohn, den ich im tiefen Wasser nur mit Schwimmärmeln kenne, nun ganz alleine über Wasser halten kann. Wenn er das Seepferdchen schafft, gehe ich morgen mit ihm schwimmen. Das muss ich mir doch mal anschauen!

Montag, Januar 29, 2007

Kinder und Fernsehen

Als ich Janek gerade aus dem Kindergarten abholte, spielte er mit seinem Freund Ian. Ian saß in einem Wäschekorb und Janek kippte diesen mit all seiner Kraft nach hinten um, so daß Ian mit dem Kopf auf dem Fußboden knallte und ein paar Tränchen vergoß. Als ich Janek strafend anschaute, sagt er im Brustton der Überzeugung:" Aber Mama, wir spielen doch >>Upps, die Pannenshow<<". Was Ian, der inzwischen wohl schon in Gedanken beim nächsten Blödsinn war und seine Tränen bereits vergessen hatte, bestätigte.

Merke: Selbst vermeintlich harmlose Fernsehsendungen können bei ansonsten sehr intelligenten Kindern seltsame Folgen auslösen.

Mittwoch, Januar 24, 2007

Was ich heute gelernt habe

Adolf Hitler hat onaniert, Hannelore Elsner isst gern mal eine Bockwurst und in China sind 400 (nein, keine Reissäcke!) Hühner tot umgefallen, nur weil ein kleiner Jungst Angst vor einem Hund hatte.

Das Leben kann so spannend sein!

Blumfeld - Tausend Tränen tief

Gerade habe ich gelesen, dass sich Blumfeld auflösen werden. Sie haben mein Leben enorm bereichert, genau wie der Mensch, durch den ich Blumfeld überhaupt erst kennen- und liebengelernt habe.

Montag, Januar 22, 2007

Lange Leitung bei AOL

Im Gegensatz zur Telekom hatte ich mit AOL noch nie wirklich Probleme. Im Gegenteil: ich habe selten einen so kulanten Internet-Provider erlebt. Gerade zweifelte ich aber zum ersten Mal an der Kompetenz der Call-Center-Mitarbeiter.

Chat mit AOL-Helpdesk (mein Text jeweils in Kursiv-Schrift)

18:52:20 Herzlich willkommen im AOL Service-Chat.
18:52:29 Was kann ich für Sie tun?

18:52:57 Ich möchte mir meine aktuell verbrauchten Minuten meiner ISDN-Flat darstellen. Früher ging das. Ist das jetzt nicht mehr möglich?

18:53:49 Welchen Tarif nutzen Sie bitte?

18:54:13 Ich habe die xxx-Stunden-flat für ISDN

18:54:51 Dieser Tarif ist mir leider nicht bekannt.

18:55:20 Ist doch auch egal, ich möchte doch nur wissen, wo ich meine bereits verbrauchten Freiminuten anzeigen lassen kann.

18:56:09 Unter dem AOL Stichwort (Strg+K) ABRECHNUNG können Sie jederzeit eine detaillierte Aufstellung Ihrer Online-Zeiten, des aktuellen Abrechnungszeitraums sowie der beiden letzten Abrechnungszeiträume einsehen und ausdrucken. Zu jeder Online-Sitzung werden unter der Registerkarte ZEIT in einer separaten Zeile folgende Daten angezeigt: DATUM: Das Datum und die Anfangszeit (MEZ) Ihrer Online-Sitzung. AOL NAME: Der AOL Name, mit dem Sie bei der jeweiligen Online-Sitzung angemeldet waren. MINUTEN: Die Dauer Ihrer Online-Sitzung in Minuten. GEBÜHREN: Die während Ihrer Online-Sitzung angefallenen Nutzungsgebühren in Euro. Eventuelle Abzüge (z. B. durch monatliche Inklusivminuten) werden als negativer Betrag angezeigt. ***********************Den Rest des Textes erspare ich Euch --- allgemeines Geplänkel, das mir nicht weiterhilft ****************

18:57:10 Das ist ja der Haken, ich sehe unter "meine Abrechnung" nur noch, dass meine aktuelle Rechnung auf 0 € steht, ich also noch nicht über meinen inkludierten Stunden liege. Ich möchte aber wissen, wieviele ich bereits verbraucht habe.Das finde ich nicht

18:57:19 Text mit mehr als Buchstaben ist ungültig. Bitte versuchen Sie es noch einmal!

18:57:37 Das ist ja der Haken, ich sehe unter "meine Abrechnung" nur noch, dass meine aktuelle Rechnung auf 0 € steht, ich also noch nicht über meinen inkludierten Stunden liege. Ich möchte aber wissen, wieviele ich bereits verbraucht habe

18:58:09 Oh, das tut mir Leid. :-(

18:58:43 Und jetzt?

19:00:39 Kann ich Ihnen noch eine weitere Frage beantworten? :-)

19:00:50 Ich möchte eine Lösung für mein Problem!

19:03:03 Sind Sie noch da?

19:03:29 Dazu gibt es leider keine Lösung, diese eMail Können wir nicht für Sie separat speichern.

19:04:39 Verstehen Sie meine Frage überhaupt? Ich will keine E-Mail speichern, ich möchte mir etwas anzeigen lassen, was ich mir in den letzten drei Jahren als AOL-Kunde immer anzeigen lassen konnte, um meine Kosten im Blick zu behalten.

19:04:49 Eine verschickte eMail können Sie zurückholen, solange diese vom Empfänger noch nicht gelesen wurde. Klicken Sie hierzu bitte in der AOL Symbolleiste auf LESEN, markieren Sie die betreffende Mitteilung auf der Registerkarte VERSCHICKT und klicken Sie auf ZURÜCKHOLEN. Die eMail wird nun automatisch gelöscht. Bitte beachten Sie, dass diese Funktion nur für eMails an andere AOL Kunden zur Verfügung steht. eMails an Internet-Nutzer können nicht zurückgeholt werden.

19:05:15 Hallo, ich glaube Sie antworten die ganze Zeit einem anderen Kunden, kann das sein? Wir reden aneinander vorbei.

19:05:29 Sollten Sie weiterhin Probleme mit Ihrer Abrechnung haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an meine Kollegen.

19:06:34 Ich verstehe nicht, warum Sie mir nicht weiterhelfen können und mich stattdessen an die kostenpflichtige Hotline verweisen! Das ist eigentlich eine Standard-Frage, die Sie eigentlich beantworten können müssten.

19:07:39 Als Ergänzung zu unserem telefonischen Support bieten wir Ihnen in unseren Hilfe-Chats eine schnelle und kostenlose Beratung an. Bei bestimmten Themen ist eine telefonische Beratung jedoch unerlässlich. Bitte haben Sie Verständnis, dass ein Mitarbeiter, der Ihr Anliegen im Chat nicht klären kann, keine andere Möglichkeit hat, als Sie an die Hotline zu verweisen.
19:07:39Bitte rufen Sie uns unter der Telefonnummer 01805/ 31 31 64 (14 Ct./Min. aus dem Festnetz der T-Com) an. Meine Kollegen sind rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, für Sie da und helfen Ihnen gerne weiter. :-)

19:08:15 P.S. Ich bin die Kundin mit dem Anzeige-Problem bei der Abrechnung (nur für den Fall, dass Sie gerade wieder durcheinander gekommen sind).
19:08:31 Trotzdem Danke.............. :o(

19:08:49Nein, selbstverständlich nicht. Der Tippfehler von eben tut mir Leid.

19:09:16 Ich rufe jetzt diese Nummer an. Einen schönen Abend noch!

19:09:19 Dennoch kann ich Ihnen bei Sondertarifen keinen tiefergehenden Support bieten.

19:09:42 Das ist kein Sondertarif, sondern ein ganz normaler mit Stundenbeschränkung! Aber egal... Ich gebe es auf.

Samstag, Januar 20, 2007

Sportlich ins neue Jahr

Seit kurzem steht in meinem Schlafzimmer ein Crosstrainer. Aber ob ich das Ding jemals so kunstvoll benutzen kann wie die Jungs aus diesem Video ihre Laufbänder, bezweifle ich doch ganz arg.

Donnerstag, Januar 18, 2007

Ruhe vor dem Sturm?

Eigentlich hattte ich ja gedacht, dass Orkan "Kyrill" Berlin einigermaßen verschonen wird. Aber nachdem ich heute morgen im Autoradio gehört habe, dass es den Berliner Eltern gestattet sei, ihre Schulkinder heute zu Hause zu lassen, überfuhr ich vor Staunen eine rote Ampel.

Ich werde Janek heute als Mittagskind abholen, denn ich habe keine Lust heute Nachmittag gegen die Sturmfront ankämpfen zu müssen. Noch ist es für mich nahezu unvorstellbar, denn außer Regen und einer fast absoluten Windstille, ist momentan nichts zu spüren.

Ich wünsche allen Lesern einen möglichst schadenfreien "Kyrill"-Tag!

Mittwoch, Januar 17, 2007

Märchenhaft

Ich komme zur Zeit leider nicht zum Bloggen, da ich viele Kundenanfragen auf dem Tisch habe, die natürlich für mich absolute Priorität haben.

Bevor ich es jedoch vergesse, eine kurze Episode aus Janeks Kindergarten:
Die Vorschulkinder unternahmen letzte Woche einen Ausflug in einen Pankower Park. Dort gibt es einen hohen Turm, den die Kinder folgerichtig als Rapunzelturm identifizierten. Sie standen also alle unter dem Turm und riefen:
"Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!"
Nur eines der Mädchen hatte ihren eigenen Text:
"Herr Prunzel, Herr Prunzel, lass dein Haar herunter!"

Freitag, Januar 05, 2007

Das Gute an der Telekom...

...ist, dass sie immer für reichlich "Blogstoff" sorgt.

Ich dachte mir in meinem jugendlichen Leichtsinn, ich könne doch vielleicht versuchen, bei der Telekom jemanden zu erreichen, der mir sagen kann, was denn an der Sache mit dem ominösen Komplettpaket dran ist. Irgendjemand muss ja an die Genossenschaft rangetreten sein, also ein Mensch aus Fleisch und Blut. Was bin ich doch wieder naiv...

Also die T-Com-Costumer-Hotline angerufen, die seit einigen Monaten durch ein ausgeklügeltes und nervenraubendes Sprachsystem besticht. Man ruft dort also an und muss erst einmal Schuhgröße, Konfession und den Kaloriengehalt des heutigen Frühstücks angeben. Dann wird man gefragt, worum es geht (das ganze natürlich immer von einer dauernetten weiblichen Automatikstimme). Anfangs bin ich noch positiv überrascht, weil sie sofort erkennt, was ich will. Zwar habe ich schon wieder vollkommen entnervt "DSL" in den Hörer gebrummt, aber sie sagt freundlich:
"Aha, es geht also um Internet".
Ja, junge Frau, das stimmt.
"Sie können jetzt direkt prüfen lassen, ob an Ihrem Anschluss DSL verfügbar ist. Möchten Sie..." NEIN!
"Gut, dann werde ich Sie jetzt direkt mit einem Anspruchpartner verbinden. Bitte nennen Sie jetzt Ihre Telefonnummer".
Ich atme tief durch und nenne laut und deutlich meine Telefonnummer.
"Ihre Nummer lautet .... (die letzte Ziffer fehlt). Ist das korrekt?"
NEIN!
"Oh, das tut mir Leid! Bitte wiederholen Sie Ihre Telefonnummer".
Ich ergebe mich und nenne meine Nummer noch einmal.
"Ihre Nummer lautet .... (die letzte Ziffer fehlt wieder). Ist das korrekt?"
Inzwischen brülle ich das Nein in den Hörer. Wenn es wenigstens die Hoffnung gäbe, dass nach dieser Tortour ein freundlicher, kompetenter Call-Center-Agent auf mich wartet, könnte ich ja irgendwie mit diesem Hickhack leben.
Immerhin bietet mir die Stimme jetzt an, ich könne die Nummer auch über die Telefontastatur eingeben. Ach was. Mache ich doch glatt, und sie wiederholt sie korrekt und vollständig. Geht doch.
"Und wie lautet die Vorwahl?"
030.
"Ist die Vorwahl so richtig? 030?" JA, verdammt noch mal!

Endlich lande ich in der Warteschleife.
"Einen Augenblick bitte, der nächste freie Berater ist für Sie reserviert!"
Soll ich wirklich glauben, dass alle anderen Anrufer geschlagene 23 Minuten ihren jeweiligen Call-Center-Telekom-Menschen bearbeitet haben? Warum sonst muss ich so lange auf den nächsten Berater warten? Warum sagt man mir nicht gleich ganz wahrheitsgetreu, dass der überüberüberüberüberübernächste Berater für mich reserviert ist?
Erwähnte ich schon, dass ich 23 Minuten in der Warteschleife hing, bis endlich ein zartes Stimmchen ("Oh Gott, bitte nicht schon wieder eine Neue, die keine Ahnung hat" geht mir durch den Kopf) zugibt, dass sie mir leider nicht weiterhelfen kann, denn sie sei noch ganz neu, und das Thema wäre ja doch etwas komplizierter. Zumindest in diesem Punkt hat sie Recht. Sie legt mich bzw. ihren Hörer kurz beiseite - ich dachte immer, die haben im Call Center alle Headsets - und fragt ihren Kollegen, der doch tatsächlich prüft, ob bei mir DSL verfügbar ist, was er sich ja sparen kann. Wer hätte das gedacht: DSL ist bei mir leider nicht verfügbar.

Ich beiße mir in die Fingerknöchel. Arbeiten denn echt nur Idioten bei der Telekom?
Niemand versteht, dass ich nur einen Ansprechpartner brauche, der für die Vertragssachen und die GEEs (Grundstückseigentümererklärungen) zuständig ist und mir sagen kann, ob meine Genossenschaft mich anlügt, wenn sie mir weismachen will, dass sie von der Telekom erpresst werden.

Ich wusste doch vorher, dass mein Anruf wieder einmal völlig für umsonst sein würde. Warum tue ich mir das trotzdem immer wieder an?

Wirklich schlauer bin ich jetzt immer noch nicht...

Hm, nach Telefonaten mit meiner Genossenschaft, den Technikern, die im Auftrag der Telekom die DSL-Leitungen verlegt haben sowie E-Mail-Austausch mit einer befreundeten Anwältin bin ich immer noch nicht viel schlauer.

Theoretisch dürfte sich der Vermieter nicht weigern, praktisch aber anscheinend doch. Zumindest nach Ansicht der Genossenschaft. Der zuständige Betreuer hat mir gesagt, dass das Thema heute im Meeting auf der Tagesordnung stand. Angeblich will die Telekom der Genossenschaft irgendein Komplettpaket aufs Auge drücken. Was genau mit diesem Komplettpaket gemeint ist, konnte oder wollte er mir aber auch nicht wirklich sagen. Ich kann mir das irgendwie gar nicht vorstellen, denn die Verträge für die (Telefon-, DSL-...) Anschlüsse an sich werden ja immer noch zwischen Telefonanbieter und Mieter gemacht, und nicht mit dem Vermieter. Die Genossenschaft ist angeblich gerade dabei, sich diverse Angebote von anderen Anbietern (unter anderem wohl auch Kabel) einzuholen und würde am liebsten all ihre Wohnungen - und das sind Tausende - mit dem gleichen Anbieter versorgen. Wie ich erfahren habe, darf der Vermieter dem Mieter aber auch nicht vorschrieben, welchen Telefon- bzw. DSL-Anbieter er wählt.

Alles in allem also eine ziemlich verworrene Kiste, aus der ich momentan keinen Ausweg weiß.

Es könnte alles so schön sein

So wütend war ich seit langer Zeit nicht mehr (von einem Zwischenfall privater Natur mal abgesehen).
Wer meinen Blog verfolgt, weiß dass ich seit meinem Umzug nach Berlin vor drei Jahren mit an Verzweiflung grenzender Intensität auf DSL warte. Immer wieder wurde ich vertröstet. Die Wohnungsgenossenschaft schob der Telekom die Schuld in die Schuhe (was auch absolut berechtigt war), die Telekom hielt mich über Jahre hin, mir immer ein bisschen Hoffnung machend, dass es in wenigen Monaten so weit sei.

Nun wurde seit Mitte 2006 bei uns gebauarbeitet. Gespräche mit mehreren Arbeitern zeigten mir, dass man tatsächlich DSL-Leitungen verlegte. Seit einigen Wochen war alles fertig, und heute sah ich einen Techniker am DSL-Kasten (für mich inzwischen eine Art Heiliger Gral) rumfummeln und fragte ihn, ob er gerade die Endarbeiten vornehme. Ja, meinte er, und in welchem Haus ich den wohnen würde. Ich zeigte es ihm, und daraufhin schüttelte er bedauernd den Kopf. Meine Wohnungsgenossenschaft hätte der T-Com eine wichtige Unterschrift verweigert, und somit werden ab dem heutigen Tag zwar alle anderen Wohnungen in der Umgebung mit DSL versorgt, nur nicht meine und die anderer ****-Mieter.

Da hat es die Telekom nun endlich auf die Reihe bekommen, und jetzt so ein herber Rückschlag.

Um 11 Uhr ist der Geschäftsführer meiner Genossenschaft aus einem Meeting zurück, und ich werde ihn anrufen. Auf die Erklärung bin ich gespannt...

Donnerstag, Januar 04, 2007

Diätenwahn in der U-Bahn

Eigentlich war ich bei Google auf der Suche nach den guten Nachrichten (für meinen 2. Blog), die ich heute im TV gesehen habe. Ein Mann hat in New York einem anderen das Leben gerettet, in dem er sich mit ihm zusammen zwischen die U-Bahngleise UNTER die einfahrende U-Bahn gelegt hatte (der andere Mann war auf die Gleise gestürzt). Diese Meldung habe ich in schriftlicher Form leider noch nicht gefunden, aber dafür unter den Schlagworten "New York" und "U-Bahn" folgende:

http://www.n24.de/news_stories/article.php?articleId=91300&teaserId=91985
http://www.welt.de/data/2007/01/03/1164403.html

Man sagt öffentlichen Verkehrsmitteln beziehungsweise deren Betreibern ja viel Fantasie bei der Findung von Entschuldigungen bei Verspätungen nach, aber so etwas kann sich nun wirklich niemand ausgedacht haben.

Dienstag, Januar 02, 2007

Lametta ist tot

Den ersten ausrangierten Weihnachtsbaum habe ich bereits am 27. Dezember am Straßenrand liegen sehen. Weitere herzlose Menschen haben in den letzten Tagen ihre Bäume ebenfalls an diese oder andere Stellen gelegt, dem Frost schutzlos ausgeliefert.

Irgendetwas hat mich tagelang an diesem Anblick (vom verfrühten Zeitpunkt abgesehen) irritiert. Erst heute kam ich drauf: Die Bäume sehen nackt aus.

So, als hätte man sie gekauft, aber niemals geschmückt und mit vor Stolz strahlenden Augen angeschaut. Nun weiß ich, woran das liegt. Noch vor Jahren hafteten an den meisten ausgemusterten Bäumen die unvermeidbaren Lametta-Reste.

Aber heutzutage... gibt es wirklich niemanden mehr, der noch Lametta benutzt?