Donnerstag, August 24, 2006

Wer´s glaubt...

Inspiriert durch die DSL-Sonnenblume, wagte ich vorhin den 1512. Anruf bei der T-Com, um nachzufragen, wann mit dem Ende der Bauarbeiten zu rechnen sei, und wie denn nun die tatsächliche Preisgestaltung für VDSL aussehe.

Sagt der T-Com-Mensch doch zu mir:
Aber bei Ihnen geht doch T-DSL 1000.
Ich: Wie soll das denn gehen? Bisher war es technisch doch nicht möglich. Und wenn ich Ihnen den Auftrag erteile, wird doch eh in ein paar Tagen wieder ein Brief bei mir eintrudeln, in dem mir die T-Com ihr tiefstes Bedauern mitteilt, aber man habe alles geprüft und DSL sei bei mir leider nicht verfügbar.
Er: Na, wollen Sie nun DSL oder nicht?
Ich: Klar will ich!

...und gebe also einen DSL-Anschluss in Auftrag, als gäbe es nichts Leichteres auf der Welt.

Er: Ich kann Ihnen sogar schon den Termin sagen, wann Sie voraussichtlich freigeschaltet sind. Die Geräte bekommen Sie in den nächsten Tagen.
Ich: Ich bin zwar nach wie vor zu 90% sicher, dass ohnehin eine Absage kommt, schließlich ist es nicht das erste Mal, dass ich bei Ihnen DSL beauftrage. Aber sagen Sie ruhig den Termin.
Er: 07. September.

So, und nun versuche ich meine doch vorhandene Spur von Hoffnung im Zaum zu halten, denn ich kenne doch die T-Com....

DSL-Botanik

Neben der immer noch existierenden DSL-Baustelle vor meiner Haustür stand bis vor zwei Tagen eine voll erblühte Sonnenblume. Ich wollte ein Foto von diesem schönen, aber für mich irgendwie auch deprimierenden Anblick machen. Dumm nur, dass mir jemand zuvor kam. Nachts hat wohl jemand heimlich die arme Sonnenblume geköpft.

Ich erinnere mich noch gut an die Worte eines (ausnahmsweise sehr netten) T-Com-Mitarbeiters, der mir sagte, dass VDSL (Glasfaser-DSL) für mich als Endkunden nicht teurer werden würde als ein normaler DSL-Anschluss (O-Ton: Das geht ja nicht, man kann ja die Leute nicht noch dafür bestrafen, dass sie kein normales DSL bekommen). Inzwischen sieht die Sache aber ganz anders aus. Mal abgesehen von Anschlussgebühr und sonstigem Schnickschnack würden wohl monatlich allein ca. 35 oder 40 Euro reine VDSL-Grundgebühr auf mich zukommen, und dann hätte ich noch nicht eine Sekunde gesurft. Flatrate dazu 9,95 €. Und derzeit kommt man wohl auch nicht um das "Bundesliga-Paket" herum, dass mit zusätzlichen 9,95 € zu Buche schlägt. Prima, dann hätte ich also in Zukunft Internetkosten um die 60 €. Wie war das nochmal mit Kostenersparnis? Aber warum über ungelegte Eier reden, solange noch Sonnenblumen neben den halbfertigen T-Com-Baustellen wachsen?

Apropos Kosten und so... das Jahr 2006 wird ja als "Jahr der Kostenexplosion" in meine privaten Annalen eingehen. Schuld daran sind nicht die Politiker, sondern mein ganz privater Haushalt.
Inzwischen haben auch noch Mikrowelle und Küchenmaschine den Geist aufgeben (wobei letzeres Gerät wenigstens noch Garantie hat), sondern auch mein erst vor wenigen Wochen für teuer Geld repariertes Auto, knarzt und ächzt nun plötzlich ganz erbärmlich und altersschwach. Werkstatt meint: ist nicht schlimm, aber irgendwann müssen diverse Kleinreparaturen vorgenommen werden. Ich meine: noch mehr Geld werde ich nicht in das Auto stecken. Also bleibt nur verkaufen und ein neues anschaffen.

Klingt einfach, ist es aber nicht.
Ich werde also in den nächsten Wochen einen Großteil meiner Neuanschaffungs-Restenergie in Sachen Auto aufwenden müssen.

Montag, August 21, 2006

Zum Abtauchen

Nun bin ich ja mal gespannt, ob ihr erratet was das ist:



Keine Ahnung? Vielleicht hilft euch ja dieses Bild weiter (es zeigt das Corpus delicti kurz vor der Verwendung):



Und wer jetzt immer noch nichts kapiert hat, der sei getröstet: ohne einen Blick auf die Website des "Produktherstellers" wäre ich nie darauf gekommen, wozu dieses Ding erfunden wurde.

Mittwoch, August 16, 2006

Ist das Kätzchen aus dem Haus...

Wenn Janek sich für ein paar Tage - wie derzeit - in den Urlaub mit meinen Eltern oder seinem Vater verabschiedet, nehme ich mir immer ganz viel vor. Am Ende bleibt es allerdings meist nur bei den guten Vorsätzen.

Einen habe ich jedoch gestern in die Tat umgesetzt: ein neues Regal für Janeks Zimmer zu kaufen und zusammenzubauen sowie heimlich alte Spielsachen auszusortieren.

Dabei bin ich über einen Beipackzettel von Lego gestolpert, dessen Sinn mir sich partout nicht erschließen will. Macht aber nichts, LustigSein ist ja auch ein Sinn.

Donnerstag, August 10, 2006

Ein Besuch bei Christian Dior im verschneiten Mai

Ich hatte letzte Nacht einen ganz seltsamen Traum, verworren aber trotzdem an einigen Stellen glasklar und logisch, voller Hektik und Anspannung. Dennoch insgesamt irgendwie witzig.

Und das war so:

Ich hatte gerade einen Job als Angestellte in einem Reisebüro angefangen (schon ein Albtraum an sich für mich, da ich nie wieder als Angestellte in ein Reisebüro möchte). Es war Donnerstag und aus einem unerfindlichen Grund war ich seit Jobbeginn am Montag immer deutlich verspätet auf Arbeit erschienen. Arbeitsbeginn war 7 Uhr (wie gruselig). An diesem Donnerstag befand ich mich in einer neuen Wohnung in einem grässlichen Wohnblock und schaute mit Entsetzen auf meine Uhr (ich trage seit Jahren keine Armbanduhr mehr). Halb zwölf am Mittag, wieso bin ich denn schon wieder so spät dran? Rufe voller Panik im Büro an und mich zu entschuldigen und mitzuteilen, dass ich mich beeile und wieder meinen Sohn mitbringe, da der Kindergarten ja noch Ferien hat. Meine Kollegin stellt sich quer. Ich dürfe Janek nicht mitbringen. Die Chefin sei gerade im Kundengespräch, also könne sie mich nicht durchstellen. Stinkwütend lege ich auf und stürme zu meiner Nachbarin, die gerade eine Party feiert, sich aber bereit erklärt Babysitter zu spielen. Ich danke, eile zurück in meinen Wohnung, merke dass ich Janeks Sandalen noch rüberbringen muss und erledige das schnell. Dann stürze ich in die Tiefgarage zu meinem Auto, denn mit den Öffentlichen würde ich noch später auf Arbeit ankommen. Mir fällt ein, dass Parkplatzmangel in der Nähe des Büros herrschen könnte, also prüfe ich ob ich für den Notfall meine Monatskarte dabei habe. Habe ich, aber darauf klebt die Marke für April, und inzwischen haben wir Mai. Draußen schneeregnet es, aber mich wundert gar nichts mehr. Will noch mal schnell in die Wohnung um die richtige Marke zu holen, steige in den falschen Fahrstuhl und stehe plötzlich mitten in einem Christian Dior Geschäft (im echten Leben war ich noch nie in einem) und falle einer Verkäuferin ins Wort, die gerade einer Kundin erklärt, wie sie einen Gewinncoupon richtig ausfüllen soll. Ich erkläre meine Notlage und bitte sie mir zu sagen wie ich meine Wohnung wiederfinde. Als sie mir den Weg sagen will, fällt ihr wiederum ein fremder Mann ins Wort, dem es sichtlich Spaß macht mich zu ärgern. Na, welches Rezept verrät Sie Ihnen denn gerade?, fragt er mich. Ich bekomme einen Heulkrampf und wache auf.

Mittwoch, August 02, 2006

Alles umnix

Wie antwortete Janek letztens so schön, als er im Kindergarten seine Sachen in der oberen Etage suchte, mit leeren Händen nach unten kam, und ich ihn fragte: "Oh, da bist du wohl umsonst noch einmal nach oben gegangen?" "Nein Mama, umnix!"

Heute war auch so ein Umnix-Tag. Da mein Sohnemann seit Montag ein paar Tage Urlaub bei Oma und Opa im Garten macht, versuche ich die Zeit für Dinge zu nutzen, die ich sonst nie schaffe. So fuhr ich denn heute vormittag zum Finanzamt, weil ich ein Formular A58 mit Eintragungen vom Finanzamt benötigte. Letztes Jahr ging das alles ganz schnell, doch dieses Mal wurde mir gesagt, ich müsse noch dies und jenes nachreichen, um Formular A58 zu bekommen. Na gut, fahre ich also morgen noch einmal hin. Ein heftiger Regenguß begleitete mich zu auf dem Weg zum Auto, wo ich klatschnass ankam. Mit nassen Klamotten und Haaren irgendwo rumsitzen zu müssen, hasse ich wie die Pest. Und dann noch für umnix.

Wie jeden Tag bin ich auch zur Post gefahren, um mein Postfach zu leeren. Musste mich mangels Parkplätzen ins Halteverbot stellen, hatte aber Glück und bekam keinen Strafzettel. Wäre ja auch noch schöner gewesen, denn auch mein Besuch auf der Post war umnix. Zum ersten Mal seit ich ein Postfach habe, lag nichts drin.

Und dann noch zur Bank. Ich wollte Kontoauszüge holen, da meine Bank sie mir sonst wieder kostenpflichtig per Post zusendet. Im Vorraum der Bank stehen drei Bankingterminals, von denen normalerweise immer mindestens eins frei ist. Heute waren natürlich alle drei besetzt. Und diese drei Damen holten nicht etwa einfach nur ihre Kontoauszüge, sondern tippten Überweisungen ein. Aber nicht nur eine oder zwei, nein, jede von ihnen hatte einen Stapel von mindestens zehn Überweisungsbelegungen vor sich leigen. Ich warf immer wieder einen erwartungsvollen Blick auf die Bildschirme, ob eine der Ladys die Frage "Wollen Sie eine weitere Überweisung ausführen?" endlich mit Nein beantworten würde. Aber, wie um mich zu ärgern, tippten sie jedes Mal auf Ja. Das war bestimmt die Strafe dafür, dass ich gegen das Bankgeheimnis vorstoßen und auf die Bildschirme geschaut hatte. Die Schlange hinter mir wurde immer länger, und ich war sicher nicht die einzige, die sich schwor, nie wieder am Monatsanfang zur Bank zur gehen. Dann endlich - nach einer geschlagen Viertelstunde - wurde ein Terminal für mich frei. Triumphierend schob ich meine EC-Karte in den Schlitz und dachte: Jetzt zeige ich euch mal, wie schnell das gehen kann hier. Und in der Tat, es ging schnell. Zu schnell. Der Automat warf einen einzigen Beleg aus, auf dem Stand: "Seit dem letzten Druck Ihrer Kontoauszüge am 01.08. wurden keinen neuen Umsätze verzeichnet". Was für ein Timing. Da habe ich also ganz für umnix angestanden und darf nun obendrein noch Porto für den Versand meiner Kontoauszüge bezahlen. War meine Bank einfach schneller...